Jazz Moves Schnack
Der Podcast von JAZZ MOVES HAMBURG über Jazz und darüber hinaus - mit Gästen, die Jazz spielen, leben und lieben. Moderiert und produziert von Stephanie Lottermoser. Zweimal nominiert für den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie "Journalistische Leistung".
Jazz Moves Schnack
JAZZ MOVES SCHNACK: SOPHIA OSTER
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Was war zuerst - der Gesang, oder das Klavier?
Und wer hat genügend Einblicke, um eine Wikipedia-Seite zu verfassen? Darüber spricht die Jazzmusikerin Sophia Oster im Jazz Moves Schnack mit Stephanie Lottermoser. Außerdem geht es um die Unterscheidung zwischen E-und U-Musik, Reisen, Gospel und die Pläne zum anstehenden dritten Album.
Weiterführende Links: Homepage Sophia Oster
JAZZ MOVES SCHNACK - der Podcast von Jazz Moves Hamburg über Jazz und darüber hinaus, moderiert und produziert von Stephanie Lottermoser.
Dann hatte ich meinen ersten Barpiano-Job. Und so hat es eigentlich angefangen. Und da waren dann ganz viele Leute, die mich immer so ermutigt haben, gesagt: Ja, Sophia, du musst doch Musik studieren. Und da habe ich dann überhaupt zum ersten Mal so drüber nachgedacht, ja, vielleicht muss ich doch Musikerin werden. Aber das hat auch alles seine Zeit gebraucht. Also bestimmt zwei Jahre, bis ich mich dann letztendlich mich dazu entschlossen habe, das zu machen.
SPEAKER_00Ihr hört den Jazz Moves Schnack mit Stefanie Lottermoser.
SPEAKER_01Moin und herzlich willkommen zum Jazz Moves Schnack, dem Podcast über Jazz und darüber hinaus vom Jazzbüro Hamburg. Mein Name ist Stefanie Lottermoser und ich darf hier in regelmäßigen Abständen mit Akteurinnen und Akteurinnen aus der Hamburger Jazzszene und immer wieder auch darum herum sprechen. Und die Musikerin, die heute bei mir zu Gast ist, war schon sehr lange eingeladen. Sie ist aber oft sehr beschäftigt, was man auch immer an den Hamburger Jazzclub-Kalendern lesen kann. Und ich freue mich sehr, dass es heute endlich geklappt hat. Herzlich willkommen, Sophia Oster.
SPEAKER_02Hallo, ich freue mich auch sehr.
SPEAKER_01Endlich. Ich weiß, zuletzt habe ich dich, glaube ich, auch noch unverschämterweise sehr knapp vor Weihnachten angeschrieben. Stimmt, ja. Ja, da habe ich es irgendwie echt nicht einbauen können. Da war ich auch dann selber zu spät dran, aber im Versuch war es wert und heute hat es jetzt immerhin geklappt. Genau. Du bist jetzt gerade erst wieder nach Hamburg zurückgekommen vor kurzem. Du warst gerade in Brasilien. Habe ich auf Instagram verfolgt mit traumhaften Fotos.
SPEAKER_02Ja, das war wunderschön.
SPEAKER_01Was war der Ausschlag dafür oder wie ist es dir da ergangen?
SPEAKER_02Der Ausschlag, der war tatsächlich, dass ich so überarbeitet war, dass ich gedacht habe, ich muss weg. Ich habe irgendwie das ganze Jahr noch keinen Urlaub gemacht. Und dann habe ich erst überlegt, ob ich auf eine einsame Insel fahre und da ich lerne seit drei, vier Monaten jetzt Portugiesisch und dann hat es irgendwie Klick gemacht, dass ich merke, ah, ich glaube, ich muss doch nach Brasilien fahren. Das macht am meisten Sinn gerade und ich beschäftige mich so viel mit der Musik. Und mein Schlagzeuger aus meiner Band ist ja auch Brasilianer und wir haben viele tolle. Rafa Müller ist das. Rafa Müller ist das, genau. Und wir haben sowieso einfach total liebe viele Brasilianer, gerade hier in Hamburg in der Szene, was total Schönes im Bereich. Und dann war das einfach so, ach ja, ich glaube, jetzt wird es Brasilien. Hatte dann auch einen Brasilianer noch kennengelernt, Joao Maschala, spielt Posaune. Und der hat mich dann auch eingeladen, ein Konzert mit ihm zu spielen. Also das war dann irgendwie so doppelt schön. Also die Musik dort dann auch noch ganz genau und mitzuerleben. Und aber gleichzeitig dann auch einfach runterkommen und Urlaub machen. War irgendwie eine schöne Balance dann.
SPEAKER_01Das glaube ich, singst du auch schon Stücke auf Portugiesisch?
SPEAKER_02Ja, das mache ich schon seit ein paar Jahren. Und jetzt aber verstehe ich so langsam auch die Texte. Also damals habe ich das echt rein phonetisch gemacht und natürlich, du übersetzt dir dann den Text und so. Aber wirklich viel hängen geblieben ist da nie. Und jetzt lerne ich die Sprache seit, wie gesagt, vier Monaten und das macht total Spaß, jetzt einfach da so ein bisschen tiefer reinzugehen. Und die Sprache ist auch einfach so. Wunderschön, stimmt.
SPEAKER_01Und auch es gibt so viele Jazz-Standards natürlich, die im Original auf Portugiesisch sind die ganzen Antonio Carlos Schubim-Stücke schon alleine und auch mal unabhängig von Girl from Eva Niemals. Aber ich fand es schon immer total beeindruckend. Also ich habe das auch schon gemacht, aber ich finde es krass, wenn Sänger und Sängerinnen phonetisch einfach sie Stücke merken und man eigentlich trotzdem das Gefühl hat, die wissen ja gerade, was sie singen. Also man hat sich den Text vielleicht auch mal in Übersetzung durchgelesen. Aber ich finde es beeindruckend, wie das funktioniert, sodass das Gehirn kann, sich einfach dann quasi Worte zu merken, wo man in dem Moment nicht weiß, was das ist.
SPEAKER_02Ja, voll. Es braucht auf jeden Fall aber länger zum Auswendig lernen, das habe ich gemerkt. Also ich brauchte dann bestimmt einen Monat, bis ich den Song mir wirklich mal gemerkt habe, weil ich ja die Wörter dann nicht kenne. Genau.
SPEAKER_01Sehr schön. Ganz am Anfang unserer Sendung stellen wir unsere Gäste immer vor und wir haben auch über dich einen kurzen Text vorbereitet, den Felix Tenbaum jetzt für uns vorlesen wird. Bitte sehr.
SPEAKER_00Sophia Oster wurde 1993 in Ludwigsburg geboren und begann mit sieben Jahren Klavier zu spielen. Nach zehn Jahren klassischer Ausbildung und zahlreichen Auszeichnungen, unter anderem bei Jugendmusiziert, dem Stuttgarter Matthäus Klavierwettbewerb und dem Tonkünstlerverband, wurde sie zunehmend vom Jazz fasziniert. Von 2016 bis 2021 studierte sie dann Jazz, Klavier und Gesang an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg bei Baggy Braune and Ken Norris. Außerdem nahm sie Unterricht bei international renommierten JazzmusikerInnen wie Dina DeRose, Chris Cheek and Bill Law. 2018 war sie the erste Stipendiatin aus dem Bereich Jazz der Hamburger Franz Wirth Gedächtnistiftung. Bisher sind zwei Alben under their name erschienen: All Smiles im Quartet and Jubilation im Quintet. With beiden Besetzungen is sie sehr regelmäßig live auf Tour to erleben. Darüber hinaus spielte sie schon mit Jazzgrößen, wie zum Beispiel Niels Landgren and Adrian Cox.
SPEAKER_01Haben wir irgendwas vergessen? Möchtest du was hinzufügen? Wann kommt das dritte Album?
SPEAKER_02Das ist tatsächlich, dass wir den Podcast jetzt machen. Das ist schon eine kleine Ankündigung. Ist geplant im Oktober. Also wir nehmen auf in der Fatoria in Osnabrück. Freue ich mich total drauf. Es wird echt wieder Zeit. Gerade auch, weil ich ja jetzt, also ich habe ja eigentlich immer im Quartett gespielt oder Quintett wie auf dem ersten Album. Aber jetzt hat sich das irgendwie nochmal neu formiert und ist eine ganz feste Besetzung geworden. Wir spielen jetzt seit anderthalb Jahren zusammen und zwar mit Konstantin Herleinsberger am Saxophon, er spielt auch Flöte, Paul immer am Kontrabass und Raphael Müller, haben wir vorhin schon erwähnt. Und das hat sich zufällig ergeben und ich bin so, so happy mit dieser Besetzung. Ich habe so lange nach einer Besetzung gesucht, wo ich wirklich denke, oh, ich möchte jetzt eine Working-Band rausmachen und zusammenbleiben. Ich glaube, wir haben da auch schon mal drüber gesprochen, dass ich da irgendwie so ganz lange auf der Suche war und jetzt merke ich irgendwie, ich bin mit der Band erstmal so angekommen. Super.
SPEAKER_01Es ist toll, dass du dir die Zeit nehmen konntest, auch unterschiedliche Besetzungen. Voll, das war auch ganz wichtig. Und auf deiner Homepage ist auch noch ein International-Quartett mit Bill McHenry und Horche Rossi drauf.
SPEAKER_02Genau, mach.
SPEAKER_01Genau, mit Roche hast du ja auch vor zwei Jahren beim Jazz Open ein wunderschönes Konzert gespielt. Ist schon zwei Jahre her oder war das letztes Jahr? Nee, letztes Jahr, das war ja letztes Jahr, genau. Stimmt, genau. Das war gerade erst Festival, stimmt letztes Jahr. Und dann ist quasi das andere Quartett das aufgeführt, das ist die Band, die jetzt.
SPEAKER_02Genau, genau. Ja, mit Roche und Bill würde ich auch super gerne wieder in Zukunft spielen. Aber das alles hat seine Zeit. Das ist so mein Lebensmotto geworden. Also das wird auch wieder kommen. Und jetzt gerade ist erstmal das irgendwie so im Fokus und dann mal schauen, was die nächsten Jahre so bringen.
SPEAKER_01Aber es ist so viel wert, einfach so eine eingespielte Besetzung aufzubauen.
SPEAKER_02Ah, das merke ich jetzt erstmal.
SPEAKER_01Da ist ganz viel einfach, klar, man muss nicht drüber reden. Und auch wenn man dann miteinander unterwegs ist und so, also auch jenseits der Bühne. Ja, total. Das macht einfach wahnsinnig viel aus. Ich sehe das auch immer als großes Geschenk, wenn sowas einfach mal für eine ganze Weile bleibt. Ich meine, man weiß nie, was bei jeder einzelnen Person passiert oder ob jemand umzieht oder irgendwie was an einer anderen Gig hat oder eine andere Band, die auf einmal irgendwie 80 Konzerte im Jahr spielt, weiß man nicht.
SPEAKER_02Ja, genau. Will ich auch irgendwie noch gar nicht dran denken, weil bei mir die Band ist, das Schöne ist auch dran, dass, ich meine, Raphael Müller, der ist 24 gerade geworden und Paul ist, ich weiß nicht, ich glaube, 67, glaube ich, darf das hier sagen. Er steht dazu und das ist toll. Du kannst es auch piepen. Kannst du es auch piepen, genau? Nee, aber das passt irgendwie so schön zusammen, dass wir irgendwie so diese verschiedenen Generationen da haben. Aber gerade deswegen, bei Raphael, ich weiß ja nicht, was sein Lebensweg sein wird. Es kann ja sein, dass der irgendwie in zwei Jahren, wenn er fertig mit dem Studium ist, sein Master ganz woanders macht und dann wird es auch wieder neue Möglichkeiten geben. Aber das ist dann und jetzt ist jetzt, von daher.
SPEAKER_01Ach, total, um Gottes Willen. Ich weiß noch, als ich meine erste Band gegründet habe während meines Studiums in München, dachte ich auch so, ich will eine Band haben, so wo alle zusammen. Also klingt so im Nachhinein, klingt es wahnsinnig naiv, aber so, wo alle zusammen Bock haben, das zu machen, so halt so eine Band. Ich wollte nicht, mein erster Gedanke war nicht, ich will eine Solistin sein, die eine Begleitband hat. Und da muss auch nicht mein Name draufstehen, sondern ich will eine Band haben. Das kann ich total verstehen. Und da sehr schnell habe ich mich einen anderen Weg eingeschlagen. Also nichts gegen die Jungs, mit denen ich damals gespielt habe, aber das hat einfach aus verschiedensten Gründen so für mich auf jeden Fall nicht funktioniert. Ich bewundere Projekte wie zum Beispiel Lake Street Dive in den USA. Ich weiß nicht, ob du die kennst. Die haben, glaube ich, gemeinsam in Berkeley vielleicht sogar studiert und haben jetzt so eine, die machen so eine Mischung aus Jazz, Pop, vielleicht auch ein bisschen Country, Indie. Und die spielen akustische Musik. Die haben auch schon mehrfach in Europa getourt, die sind in den USA ultra erfolgreich. Und die sind einfach so eine Band, die im Studium angefangen hat, aber keine Ahnung, für wie viele das jemals passiert.
SPEAKER_02Ja, voll, ich glaube auch, das ist einfach voll das Geschenk. Also man sieht es ja immer wieder irgendwie, dass es solche Bands gibt, aber ich denke dann halt, okay, das war jetzt halt nicht mein Weg und das ist auch in Ordnung irgendwie. Ich habe halt viel ausprobiert bis jetzt und jetzt habe ich ja was gefunden erstmal. Also ja, also ich sehe es total als Geschenk an.
SPEAKER_01Ich habe auf deiner Wikipedia-Seite. Du hast gerade erzählt, du weißt nicht, wer die gemacht hat.
SPEAKER_02Ich weiß es wirklich nicht, aber ich fand es echt cool.
SPEAKER_01Also danke an die Person, die das initiiert hat. Das muss jemand sein, der dich vielleicht gut kennt oder ich weiß nicht, aus welchem Interview das stammt. Vielleicht war es deine Schwester, weil auf der Wikipedia-Seite steht, du hast Jazz kennengelernt, weil deine Schwester in einer Big Band gesungen hat und dich dazu inspiriert hat. Wer könnte was wissen?
SPEAKER_02Das muss interessant gewesen sein. Okay, das spricht viele aus Süddeutschland, würde ich mal sagen. Vielleicht, ja, mal sehen. Naja, auf jeden Fall stimmt das. Meine Schwester, die hat auch Klavier, meine, also ich habe zwei Schwestern und einen Bruder.
SPEAKER_01Und das wie viele Kind?
SPEAKER_02Ich bin das dritte Kind und meine große Schwester, die hat auch Klavier gespielt, so wie ich. Wir haben beide circa zehn Jahre Klassik bei der gleichen ungarischen Lehrer gemacht und gespielt. Und sie ist dann irgendwann zum Jazz gewechselt. Und ich als jüngere Schwester, ich wollte natürlich auch immer alles machen, was die ältere macht. Ich war damals ein bisschen neidisch dann auch, dass sie dann irgendwie schon diese coole Musik spielen durfte, die wir bis dahin eigentlich gar nicht kennengelernt hatten. Und ich erinnere mich da noch dran, wie sie dann bei einem Big Band-Konzert gespielt hat und mich hat es total umgehauen, diese neue Klangwelt. Also ich war voll perplex. Es waren einfach so viele Harmonien und Klänge, die ich sonst nicht gekannt habe aus der Klassik. Das war halt alles immer so klassisch. Und dann auf einmal so, es hat mich total umgehauen.
SPEAKER_01Und wie bist du dann zum Jazzgesang gekommen? Hast du dann zuerst Jazzklavier gespielt oder hast du direkt auch gesungen?
SPEAKER_02Ich habe zuerst Jazzklavier gespielt, würde ich sagen. Also ich habe mit 17 habe ich gewechselt von meiner klassischen Lehrerin zu meinem ersten Jazzlehrer. Bei uns im Städtchen, also wir haben in so einem in Klein-Sachsenheim groß geworden und das ist eine Stadt von, oh, weiß jetzt nicht, drei bis fünftausend Einwohnern vielleicht. Bei Ludwigsburg in der Nähe. Bei Ludwigsburg in der Nähe, genau. Und da in der Nebenstadt, sage ich mal, habe ich dann den ersten Unterricht gehabt. Und das war auch total schön. Ich habe da ein paar schöne Grundlagen gelernt, habe das dann aber auch erstmal wieder so ein paar Jahre aus den Augen verloren, auch, weil ich dann auch erst was anderes machen wollte. Ich wollte Ärztin werden, erst Medizin studieren. Ah, wow. Genau, also ich habe immer Musik gemacht, aber ich wollte Musik nie zum Beruf machen. Mit 15 hätte ich so ein Jungstudium machen können, wurde mir angeboten an der Hochschule in Stuttgart, aber klassisches Klavier. Und da hat meine damalige Lehre mich so vor die Wahl gestellt, ja, entweder du machst das jetzt und vielleicht nur noch üben oder so.
SPEAKER_01Genau, genau, das war wirklich so.
SPEAKER_02Also entweder du übst jetzt sechs Stunden am Tag oder du machst es halt nicht. Und für mich war damals das, weil ich mich da irgendwie schon, ich habe so viel geübt als junges Mädchen, war so fleißig und da war dann irgendwie mehr so an Wochenenden weggehen mit Freunden wichtig. Mit 15, 16 hat das dann irgendwie so angefangen, ganz natürlich. Und dann habe ich mich ganz klar dagegen entschieden, habe auch gesagt, nee, ich werde nie Berufsmusikerin und jetzt bin ich hier irgendwie. Aber das hat auch irgendwie seine Zeit gebraucht eben. Ich habe irgendwie vieles ausprobiert, habe in Krankenhäusern gearbeitet, habe eine Ausbildung angefangen zur Kindergrankenschwester und habe aber nie die Musik aus dem Auge verloren. Also ich habe immer irgendwie in so Laien-Bigbands gespielt, aber auch sehr gute. Und war einfach immer so in Berührung mit Musik. Und auch mit der Kirche, ich bin in der Baptistengemeinde groß geworden, gab es auch immer Musik. Also ich habe mindestens ein, zweimal im Monat da Musik gemacht und Klavier gespielt und da auch so ein bisschen angefangen mit Improvisation und genau selbst so ein bisschen was oder kreativ sein. Das habe ich nämlich bei meiner klassischen Klavierlehrerin nie gemacht. Also das war so ein bisschen, hat sie immer so ein bisschen belächelt, ohne sie da jetzt irgendwie blöd darstellen zu wollen. Aber das war halt genau, das ist einfach so, genau. Ja, die war einfach pur Klassikerin bisher.
SPEAKER_01Naja, es gibt ja auch an vielen Musikhochschulen in Deutschland tiefe Gräben zwischen den Klassik und den Jazzabteilungen. Das kann man, glaube ich, nicht beschönigen. Das ist die Stabilität, das stimmt. Aus Gründen, die ich jetzt noch nie verstehen konnte. Aber da gibt es einfach Vorrechtbehauptungen. Und was halt, also alleine in der Musikverwertung wird ja unterschieden zwischen ernsthafter Musik und Unterhaltungsmusik. Ein Konzept, das vielleicht auch mal überdacht werden könnte. Und ich weiß noch, ich habe einmal versucht, bei der GEMA eins meiner Stücke als ernsthafte Musik einstufen zu lassen. Eines meiner frühen Werke, weil die Musik, die ich heute schreibe, also ist ja wirklich nah an der Popmusik, was ja trotzdem nicht heißt, dass das nicht irgendwie was ist ernsthaft. Aber dann hat mir ein Kollege, der dieses Prozedere mal durchgemacht hat, hat mir von dem Vorgang erzählt und wie da wirklich eine Riesenkommission saß und mit Partytour und erklären musste, warum das jetzt qualifiziert ist, weil man bekommt mehr Geld für ernsthafte Musik. Ernsthafte Musik wird besser verwertet als Unterhaltungsmusik. Mag sein, dass wenn man sich die Extreme sich anschaut, manche Stücke aus der neuen Musik im Entstehungsprozess natürlich komplexer und zeitaufwendiger sind, als vielleicht manches ganz am anderen Ende, wenn man vielleicht in, ich sag mal, sehr flacher Unterhaltungsmusik geht, ich nenne es gerne. Das ist natürlich ein anderer zeitlicher und Produktionsaufwand dahinter, aber es gibt ja auch noch was dazwischen. Jazz wird aber meistens relativ schnell als Unterhaltungsmusik eingeordnet und ich glaube, da kommen, das bringt natürlich dann solche Gedanken mit sich, dass vielleicht eins mehr wert ist, soweit es besser bezahlt kann.
SPEAKER_02Also ich finde es auch immer wieder krass, weil ich habe so ein paar klassische Freunde, also es gibt ja auch so ein paar Ausnahmen irgendwie, die, also zum Glück wirklich Klassiker, die einfach das total toll finden, was wir auch machen, sich davon inspirieren lassen, wie auch wir uns ja von der Klassik inspirieren lassen. Also so soll das ja eigentlich im besten Fall auch sein. Und da finde ich es aber auch immer wieder spannend, wenn wir allein, wenn wir über Gagen reden, wir den Klassikern, was die für ein Konzert nehmen und oder was die da überhaupt als unterste Grenze ansetzen, im Gegensatz zu unseren Konzerten, wo wir ja immer noch Konzert oder manchmal Gigs spielen, wo wir halt irgendwie einen Fuffi kriegen. Natürlich, ne? Also hoffentlich nicht mehr so viel. Und ich, ich mache das auch nicht mehr so viel wie früher, weil ich ja auch dann irgendwie jetzt so nach vielen Jahren Musik schon so meine Standards so ein bisschen nach oben setzen möchte. Eben, sollte man auch. Und versucht dann schon auch immer wieder an diese Grenze oder an diese 300 Euro, die ja da so empfohlen werden, dranzukommen. Aber das bei den Klassikern, das fängt viel weiter. Also das fängt eigentlich Minimum bei 800 an für ein Stundenkonzert, für eine Stunde. Also das ist schon krass, was das für Unterschiede sind.
SPEAKER_01Das stimmt, das stimmt. Und eben das bringt dann mit sich, worüber wir gerade gesprochen haben, dass dann natürlich auch an Musikhochschulen da schon natürlich Klassiker und Jazzer vielleicht nicht so wirklich nebeneinander sind, sondern es da manchmal einfach Gräben gibt, die ich manchmal ein bisschen anstrengend finde. Aber ja. Du hast ja gesagt, dass du Ärztin auch gerne werden wolltest. Und ist das der Grund, warum du auch beim Roten Kreuz ein freiwilliges soziales Jahr gemacht hast?
SPEAKER_02Ja, genau. Also ich habe nach meinem Abitur wusste ich nicht so genau, was ich werden möchte und dann habe ich mich tatsächlich, also ich bin erstmal ins Ausland. Ich bin eigentlich durch die ganze Welt gereist. Australien, Thailand, Neuseeland, USA, Kanada, Island und Tahiti. Also war eine große Weltreise. Wie lange warst du? Acht Monate waren wir unterwegs. Das war super schön. Hat mir nicht ganz geholfen, mich zu finden, irgendwie, muss ich sagen. Aber ich hatte mich danach einfach mal für ein Praktikum im Krankenhaus beworben.
SPEAKER_01Aber war da im Ausland irgendwas dabei, wo du kurz dachtest, hier bleibe ich?
SPEAKER_02Ja, also tatsächlich erste Woche Thailand, da habe ich gedacht, oh, finde ich so toll, das spricht mich so an. Die Lebensfreude von den Menschen hat mich total fasziniert. Habe ich noch nie so erlebt. Menschen, die nichts haben und so, so, so glücklich sind. Also so eine, was heißt glücklich, aber die haben so eine Lebensfreude und strahlen das aus. Das hat mich ziemlich gekriegt damals. Aber wir sind dann eben schnell weitergereist und da war es auch wieder schön. Genauso wie jetzt mit Brasilien, schön wieder heimzukommen auch irgendwann. Also irgendwas zieht mich auch immer wieder hier zurück. Auf jeden Fall habe ich dann ein Praktikum im Krankenhaus gemacht, weil mein Papa ist Arzt und dann habe ich das bei ihm auf der Station gemacht und das war total schön. Also fünf Wochen war ich da, glaube ich. Und da habe ich dann irgendwie gedacht, ja, ich glaube, das ist es total, weil ich auch voll gut mit Menschen kann. Ich bin sehr hilfsbereit schon immer gewesen. Und das hat mich irgendwie, ja, hat mich total glücklich gemacht, dieses Praktikum. Und dann, weil mein Schnitt so schlecht war, ne, du brauchst ja einen gewissen NC, habe ich dann ein freiwilliges soziales Jahr noch gemacht beim Roten Kreuz, was auch super toll war. Bin ich ein Jahr Krankenwagen gefahren und das war bestimmt auch ereignisreich. Das war auch ereignisreich. Also ich habe, ich war zwei Monate auf dem Krankenwagen und den Rest habe ich Krankentransport gemacht. Das war dann eher nicht so spannend. Da haben wir einfach Leute von A nach B gebracht. Aber auch schön, einfach diesen Kontakt zu Menschen zu haben. Das war für mich einfach schon immer toll. Und genau, dann bin ich wieder nicht ins Studium reingekommen und dann habe ich noch eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester angefangen in Tübingen. Um da einfach meinen Schnitt auch noch aufzubessern. Und dann wurde aber in der Zeit tatsächlich, weil ich einen Krankenpfleger kennengelernt habe, der irgendwie, der hat mich Klavi spielen gehört, weil in so einem Krankenhaus in Stuttgart stand ein großer Flügel und da habe ich mich manchmal dran gesetzt. Und da hat er meinen Namen aufgeschrieben und gemeint, ach, du musst mal in dem Hotel spielen und in dem Hotel. Und dann hat er mich da connected und dann hatte ich meinen ersten Barpiano-Job. Und so hat es eigentlich angefangen. Und da waren dann ganz viele Leute, die mich immer so ermutigt haben, gesagt, ja, Sophia, du musst auch Musik studieren. Und da habe ich dann überhaupt zum ersten Mal so drüber nachgedacht, ja, vielleicht muss ich doch Musikerin werden. Aber das hat auch alles seine Zeit gebraucht, also bestimmt zwei Jahre, bis ich mich dann letztendlich mich dazu entschlossen habe, das zu machen.
SPEAKER_01Naja, aber so Bar Jazz und Bar-Piano spielen, da lernt man ja auch viel. So über das Jazzprogramm finde ich. Ich habe das Wärmastudium in München wahnsinnig viel gemacht, zum Teil dreimal die Woche Bar Jazz gespielt. Das ist die beste Schule, sowas. Toll, das war wirklich eine gute Schule. Man lernt wahnsinnig viele sehr unterschiedliche Menschen kennen, je nachdem, was das für Lokale sind, in denen man auftritt. Man lernt ein Riesenrepertoire einfach kennen. Und ja, je nachdem, du hast wahrscheinlich alleine viel gespielt, ne? Ich war da mit einem Trio mit Klavier und Kontrabass. Toll. Und ich habe das total gerne gemacht.
SPEAKER_02Ja, bei mir war es, ich habe es auch gerne gemacht, aber mir hat das gefehlt, dass keine anderen Musiker dabei waren. Also ich spiele auch jetzt, ich kriege manchmal noch so Anfragen für Solo-Klavier, Barpiano auch, mehr auch Solo-Klavier-Konzerte. Da bin ich, ich sag mal, noch nicht, weil ich gerade das zu sehr genieße, irgendwie mit Leuten auf der Bühne zu stehen und mich da inspirieren zu lassen. Und das hat mich, also damals, also ich bin teilweise dann auch dran gesessen und hatte dann mal nicht so viel Spaß mehr, weil ich fand das so schwierig, mich aus mir selbst heraus zu inspirieren und klar, dann auch Hintergrundmusik, das ist auch nochmal was anderes als ein Konzert. Macht was mit dir. Und ja, ich war dann auch froh, das Kapitel irgendwie abschließen zu können und weiterzugehen. Verstehe ich.
SPEAKER_01Und als du dich dann entschieden hast, doch Musik studieren zu wollen, war dann Hamburg deine erste Wahl oder hast du dich an mehreren Hochschulen beworben?
SPEAKER_02Ich habe mich ehrlich gesagt überall beworben, wo es geht, weil ich war damals, mein Selbstwertgefühl war so klein, ich hatte wirklich keine Ahnung, ob ich irgendeine Chance habe. Also obwohl ich eigentlich damals schon viel Resonanz zu bekommen habe, waren aber ja, auch von Musikern, aber von vielen Nicht-Musikern eben auch, und dann kann man das nicht so gut einschätzen. Und dann habe ich mich überall beworben, wo es geht. Hier in Deutschland und auch in Amsterdam, glaube ich, auch. Genau, aber sonst überall in Deutschland. Hab dann letztendlich nur in Anführungszeichen Sechsaufnahmeprüfungen gemacht und auch nur für Gesang. Ja, weil ich, also ich habe mich überall für Klavier und Gesang beworben. Aber damals, ich hatte so ein Thema dann mit Klavier, ich hatte mich mit einem Professor. getroffen, dessen Namen ich jetzt nicht nennen werde, der mich so ein bisschen ja, der hat gemeint, ja, ich hätte keine Chance, nirgendwo, also glaubt er nicht, dass ich das irgendwo schaffen würde an der Hochschule. Und das hat mich damals ganz schön berührt. Also das hat mich das hat mich total fertig gemacht. Und deswegen habe ich mich nicht mehr getraut, Klavier dann vorzuspielen. Und habe dann eben nur Gesangsprüfungen gemacht. Und da habe ich aber dann an vier Hochschulen Plätze bekommen. Okay. Und das war dann schon so das erste, der erste kleine Selbstbewusstseins-Push, den ich, glaube ich, mal gebraucht habe, dass so viele Hochschulen mich haben wollten. Und ich glaube, zwei davon haben sogar gleich gesagt, Sophia, wir haben ja gesehen, dass du auch Klavier spielst und du darfst bei uns auch Hauptfachunterricht Klavier haben und so. Also die wollten mich dann an der Hochschule haben und das war das war schon ein tolles Gefühl. Und Hamburg war in dem Sinne schon meine erste Wahl. Ich kannte Hamburg aber überhaupt nicht. Also ich war einfach dort und bin nach der Aufnahmeprüfung, die total schön war. Ken Norris, mein ehemaliger Mentor, der war auch super süß in der Prüfung und ist immer wieder zu mir, hey Gott, wie fühle ich mich und ob alles gut ist und ob ich mich bereit fühle, weil er schon so ein bisschen, ich glaube, er mochte meine Videos, die ich eingeschickt hatte. Und dann habe ich am nächsten Tag gleich den Anruf bekommen. Genau. Schön. Und hab dann auch sofort, also ich habe gesagt, kann ich kurz zwei Tage drüber nachdenken und hab aber nach, weil ich ja nicht wusste, was die anderen Hochschulen haben, ob ich da auch eine Zusage bekomme und so. Und dann habe ich aber sofort nach zwei Tagen dann zugesagt, weil sich so richtig angefühlt hat. Ich war nach der Aufnahmeprüfung war ich am Hafen und die Sonne hat geschienen, ausnahmsweise in Hamburg und es war einfach so ein schönes, warmes, ruhiges Gefühl. Und so entscheide ich, glaube ich, auch ganz, ganz viel in meinem Leben. Einfach viel nach Bauchgefühl. Und das hat mich einfach hierher gezogen und war absolut die richtige Entscheidung.
SPEAKER_01Sehr schön, ja. Diese Ansage, ich musste gerade nochmal an diese Ansage von dem Professor denken. Und ich weiß früher, ich weiß nicht, ob das immer noch so ist, war es so, wenn man zum Beispiel in Berlin sich bewerben wollte. Man muss sich erstmal bewerben dafür, dass man dann eingeladen wird, zur Aufnahmeprüfung zu kommen, oder? Früher war das mal so. Ja, genau. Und da musste man wahrscheinlich auch irgendwie Aufnahmen oder Videos oder sowas einsteigen. Und aus Berlin wurden früher immer so Briefe verschickt, die waren so schlimm, dass ich finde, die Verarbeitung dieses Inhalts, der da drin stand, eigentlich schon, da sind, glaube ich, schon manche daran gescheitert, dann überhaupt noch woanders zu studieren, weil da Sätze drin standen wie kein erkennbares Talent und sowas.
SPEAKER_02Erinnere ich mich auch noch, ich glaube nicht ganz so krass, aber irgendwie so, ja, irgendwie, dass die Jazztechnik noch überhaupt nicht irgendwie hat.
SPEAKER_01Also wirklich vernichten. Genau, genau. Mir hat mal jemand gesagt, das ist, weil die sich rechtlich absichern müssen. Ach krass. Ich weiß nicht, ob das stimmt. Aber mir hat jemand mal so einen Brief gezeigt und da habe ich auch gesagt, okay, also wenn man danach dann auch sagt, okay, ich gehe mich woanders bewerben oder muss man schon erstmal so viel Grundselbstwertgefühl irgendwie haben. Ich kann auch verstehen, weil Leute danach sagen, achso, ich bin so schlecht, dann mach ich das lieber nicht.
SPEAKER_02Ja, ich hatte einfach das Glück, dass so viele Leute hinter mir standen und hinter meiner Musik, dass ich dann eben doch weitergemacht habe und mich nicht habe zu sehr unterkriegen lassen. Auch wenn ich jetzt erstmal dann Klavier zum Beispiel hinten angestellt habe. Aber das war auch irgendwie der richtige Weg dann für mich, weil also ich so sehr ich das schlimm finde, was dieser Professor gesagt hat und wie sehr mich das auch vernichtet hat innerlich. Auf der anderen Seite war das auch gut für mich, weil ich so sensibel bin und ich glaube, ich wäre als Pianistin hätte ich mich irgendwie so entwickeln können, wenn ich wirklich als Pianistin auch offiziell studiert hätte. Also irgendwie war das für mich leichter, so aus dem Hintertürchen oder so aus dem Jahr, dass der offizielle Fokus was anderes war und du trotzdem die Freiheit hattest, dass es auch nicht so gut ist. Genau, und niemand irgendwie erstmal auch gewusst hat, ah, sie ist Pianistin. Das heißt, ich musste einfach auch nicht alles können und das hat mir, glaube ich, viel Druck genommen. Und deswegen konnte ich einfach so, ich hatte dann auch schnell bei Buggy-Unterricht nach einem Jahr und war in den meisten Ensembles in der Hochschule war ich eigentlich fast immer als Pianistin, weil das einfach, macht einfach viel mehr Spaß auch. Irgendwie, man, also man hat halt mehr Interaktion mit der Rhythmusgruppe, ne? Also das ist einfach so. Und das war voll schön, dass ich da einfach die Möglichkeit dann auch dazu hatte.
SPEAKER_01Ich finde ja, ein Teil der Rhythmusgruppe zu sein, finde ich, ist die totale Königsklasse. Und selbst als Saxophonistin und ich interagiere ja trotzdem mit der Rhythmusgruppe, denke ich mir trotzdem so oft, wenn ich dann, wenn quasi gerade einer aus der Rhythmusgruppe ein Solo spielt, bin ich dann nicht beteiligt normalerweise an und stehen auf der Bühne und stehe so oft daneben und denke mir, oh, das ist so toll, wäre auch gerne.
SPEAKER_02Ja, voll, kann ich total verstehen. Ja, das war schon schön, dass ich dann einfach so langsam da meinen Weg gehen konnte und ich war auch ziemlich schnell einfach dann als Pianistin und Sängerin bekannt und das war mir auch immer wichtig. Das wollte ich auch so. Aber ohne Druck.
SPEAKER_01Und dieser Lehrer wäre ja auch einfach dann nicht der richtige Lehrer für dich.
SPEAKER_02Also es ist ein ganz toller Pianist, auch aber halt sehr, sehr technisch versiert. Und ich glaube, ich bin halt einfach eine sehr emotionale Spielerin. Ich habe auch meine Technik, ich habe ja auch viel Klassik gespielt und das ist eine super Grundlage, aber ich habe dann eine ganz andere Herangehensweise an die Musik. Und es muss solche und solche geben. Ach ja.
SPEAKER_01Und ich glaube, die meisten von uns, die Musik studiert haben, haben mindestens einmal in ihrer Karriere auf so eine Person getroffen, die sowas gesagt hat. Also die wenigsten sind da einfach so durchgerauscht mit alle sagen außenrum, hey, du bist die krasseste Person auf der Welt. Insofern ist es. Das macht dich auch stärker und gerade wenn du wieder aufstehst und dein Chris. Trotzdem erschrickt man, wenn man sowas hört. Es ist einem natürlich auch, wenn man sieht, also zum Glück, was dann daraus geworden ist. Und du hast ja einen beeindruckenden Weg, seitdem zurückgelegt, seit du nach Hamburg gekommst bist. 2016 hast du dein Spiel angefangen. Hast du auch noch einen Master gemacht?
SPEAKER_02Nee, ich habe kein Master mehr gemacht. Ja. Wollte ich nicht irgendwie. Habe ich mich dagegen entschieden, weil ich gemerkt habe, es tut mir, glaube ich, gut, jetzt weg von der Schule zu sein, weil ich so eine Person bin, die alles immer jedem Recht machen muss. Und ich habe das gebraucht von den Lehrern und einfach von diesem Hochschulsystem, glaube ich, wegzukommen, um mich freier zu fühlen. Das kann man auch verstehen.
SPEAKER_01Aber unterrichtest du nicht mittlerweile wieder?
SPEAKER_02Ja, genau, jetzt bin ich da, aber jetzt bin ich auf der anderen Seite. Das ist ein gutes Gefühl. Und ja, wie fühlt sich das an? Also ja, also ich habe jetzt ein paar Aufnahmeprüfungen als Prüferin schon mitgemacht. Das ist total komisch. Und ich habe auch ein paar Abschlussprüfungen jetzt zum ersten Mal abgenommen im letzten Semester. Fühlt sich auch komisch an. Und auf einer anderen, auf der anderen Seite, ja, irgendwie auch, es fühlt sich auch natürlich an. Also ich weiß auch, dass ich jetzt einfach schon bewerten kann zu einem Stück. Und du machst es ja auch nie alleine und ja, es ist irgendwie selber schön zu sehen, wie man sich da so entwickelt hat. Und dass man, also ich kann das jetzt einfach so schön annehmen. Was unterrichtest du an der Hochschule? Es gibt um verschiedene Sachen. Also ich habe einmal den Jazzco von Ken übernommen, weil der ist jetzt nicht mehr da. Und dann habe ich so, das nennt sich Partienstudium Jazz, Rock Pop, da können Schulmusiker im Hauptfach Gesang zu mir kommen und sich Tipps abholen für Jazzgesang und so. Und dann habe ich jetzt tatsächlich auch ein paar Studenten, also in Jazzgesang. Die von den Schulmusikern, die kommen dann zu mir und ja, ist richtig toll. Macht mir auch voll Spaß und ich merke auch, dass mir das gerade ehrlich gesagt ein bisschen fehlt. Jetzt sind ja gerade Semesterferien schon zwei Monate. Und das ist auf der einen Seite, ne, es ist immer schön, dann irgendwie eine große Pause auch zu haben. Ich genieße das auch. Aber jetzt merke ich, ich brauche irgendwie, ich muss auch wieder genährt werden. Und das geht irgendwie nicht nur durch Spielen, nur durch Musik. Das ist für mich schon auch ein Stück weit unterrichten an der Hochschule. Da macht es mir halt total Spaß. So privat unterrichte ich nicht viel. Auch nie an der Musikschule unterrichte, das war einfach nichts für mich. Aber da, wo die Leute einfach so hinkommen, ja, um Musik zu studieren und so eine Freude da schon mitbringen, das energetisiert mich total und ich lerne da ganz viel und nehme da ganz viel mit für mich, für mich selbst und für meine Musik auch.
SPEAKER_01Ja, das kann ich verstehen. Und du hattest ja auch vorher gesagt, dass du mit in der Baptistengemeinde auch groß geworden bist und da auch musikalische Erfahrungen gemacht hast und du unterrichtest ja heute auch einen Gospelchor.
SPEAKER_02Genau, genau, ich leite einen Gospelchor. Ich habe den von Hanjo Gäbler übernommen, das ist auch so eine Gospelkoryphäe hier in Hamburg, der wohnt in Elmshorn und der hat den aufgebaut und ich glaube bestimmt 15 Jahre lang geleitet oder 10. Und der hatte jetzt keine Zeit mehr dafür. Das war auch, das war einfach Fügung. Die haben mich mal auf einem Konzert gesehen, wo ich nicht mal gesungen habe, nur Klavier gespielt habe. Witzigerweise, ich habe da mit einer Klasma-Band gespielt, weil ich da manchmal aushelfe. Mischpoke heißt die. Und da haben mich dann zwei aus dem Gospel Chor danach total süß angesprochen. Ich war erstmal so, was wollen die denn irgendwie? Und die waren total begeistert. Und ein halbes Jahr später kam dann eine Mail und dann habe ich eine Probestunde dort geleitet und es hat für mich total gut gepasst und für den Chor auch. Und seitdem mache ich das jetzt schon fast zwei Jahre. Also es ist voll krass.
SPEAKER_01Wann hast du denn Gospel das erste Mal kennengelernt? War das schon ein Teil in der Musik in der Baptistengemeinde? Also als Jazzmusiker hat man ja oft so eine gewisse Faszination und Begeisterung für Gospel, weil ganz viele wahnsinnig gute Jazzmusiker aus der Kirche aus dem Gospel kommen. Letztes Jahr, als ich in Afrika, in Ghana und an der Elfmann-Küste war, habe ich, glaube ich, nur mit Musikern gearbeitet, die alle auch in der Kirche spielen. Und es ist einfach ein anderer Impact, der da mit der Zukunft. Ja, voll. Bei der deutschen Kirchenmusik würde ich mal behaupten.
SPEAKER_02Ja, ja, das ist ein bisschen steifer irgendwie. Aber wie war das denn bei dir? Also bei uns war das irgendwie toll, weil bei unser Pastor, der hat Gospelmusik geliebt und der hat das irgendwie, also bei uns in der Gemeinde, als Kind, ich habe das nicht so steif empfunden. Es war wirklich sehr locker und die Musik, die war auch nicht so wie in einer katholischen Kirche, das mit Orgeln so, wir hatten einen Flügel und wir hatten tolle Pianisten bei uns in der Gemeinde, einer Olli Dermann, ganz wichtige, prägende Person auch für mich gewesen, musikalisch, der dann so die Choräle und so immer verjazzed hat und vielleicht kann man sogar sagen, auch vergospelt und so. Der das auch durfte. Der das auch durfte, genau, genau. Und ja, unser Pastor Thorsten Schacht, der hat das irgendwie so angetrieben, auch der stand dann teilweise auch vorne und hat dann irgendwie Oh Happy Day dahin geschmettert und aber total authentisch. Also es gibt ja auch Leute, die machen das und heute sagt man, glaube ich, cringe oder so. Möglicherweise. Ja, aber das war total authentisch und das hat mich voll berührt. Und es gab auch immer wieder Chor-Projekte. Das natürlich, es waren weiße Musiker und wir waren weiße Menschen in der Kirche. Ich glaube, wir hatten damals keine schwarzen Menschen in der Kirche. Das ist natürlich immer noch mal was anderes. Aber trotzdem, es kommt ja von woher und es gab auch damals schon Internet und CDs. Kirk Franklin mochte ich immer sehr gerne. Und so habe ich das glaube ich einfach schon so ein bisschen eingeatmet damals und jetzt darf es irgendwie so richtig aufblühen nochmal. Also ich bin voll dankbar, dass dieser Chor auf mich zugekommen ist. Das ist so ein schöner Ausgleich zu dem Rest, was ich tue. Ja, glaube ich. Und berührt mich total. Ich liebe Gospel, ich liebe die Musik, ich liebe Gospel-Klavier. Das haut mich um.
SPEAKER_01Du beschäftigst dich auch nochmal ganz anders mit der Musik, sei du mit dem Chorarbeit. Du musst ja auch vermutlich Repertoire aussuchen.
SPEAKER_02Genau, und das finde ich auch toll, dass ich einfach, und ich suche tatsächlich viel aus von schwarzen Musikern. Es gibt auch ganz viele tolle Musik natürlich auch Schweden und Dänemark, die schreiben ganz tolle Gospel-Songs. Hanjo Gäbler schreibt ganz tolle Musik, aber ich liebe es irgendwie so von den Schwarzen her, einfach so die ganzen alten Gospels und Spirituals zu nehmen.
SPEAKER_01Ich habe mir für die Hörer und Hörerinnen, die sich jetzt denken, da, das will ich unbedingt hören, ich habe mir ein paar der nächsten Termine aufgeschrieben. Oh, sehr gut. Ihr könnt, wie heißt der, hat der Gospel bekommenen Namen?
SPEAKER_02Soulful Gospel.
SPEAKER_01Soulful Gospel unter der Leitung von Sophia Oster könnt ihr hören, am 29. September in der Kirche Tangstedt, am 12. Oktober in der Freien Gemeinde Hamburg, am 16. November in der Kreuzkirche Ahrensburg und am 15. Dezember in der Lutherkirche Wellings-Büttel.
SPEAKER_02Yes. Und es gibt auch einen Special Guest bei allen Konzerten und das ist Gabriel Coburger am Saxophon. Sehr schön.
SPEAKER_01Also das kann ich wirklich nur empfehlen. Ich habe ja eigentlich nur in deiner Vorstellung vorgesagt, dass du sehr viel in Hamburg oder auch drumherum spielst. Du stehst wahnsinnig viel auf der Bühne und jetzt du unterrichtest ja auch dann doch einiges an der Musikhochschule und dann hast du noch den Gospelchor. Das ist ja schon, das ist ja ein Haufen Zeug. Das ist ja auf jeden Fall. Hast du einen Ausgleich zur Musik? Gibt es irgendwas, was dir zum Runterkommen hilfst oder bist du sowieso in vielen Arbeiten, manche Leute mögen das ja auch gerne, um immer so auf High Energy alles durchzufahren?
SPEAKER_02Das ist so phasenweise, also manchmal mag ich das total, drei, vier Monate einfach durchzuarbeiten, bis dann zu den nächsten Semesterferien. Aber ich brauche auch zwischendurch, also ich bin da so sensibel, ich brauche immer einen Ausgleich, ich mache ganz viel Yoga, ich versuche abends echt ganz gemütlich runterzukommen. Ich lege mich auf meinen Teppich und gucke einfach mal nur eine Stunde in die Luft und sowas, das mache ich auch. Ich brauche ganz viel Ruhe, wirklich zu dem, sonst würde ich das gar nicht aushalten, dieses Ganze drumherum. Und auch weil es eben so viele verschiedene Dinge sind. Also man muss sich ja immer wieder neu ausrichten irgendwie auf die Sachen. Dann montags mache ich den Gospelchor und am nächsten Tag spiele ich vielleicht schon wieder ein Konzert mit meiner Band und das sind, ich meine, es ist im Endeffekt, es ist einfach nur Musik, aber es sind trotzdem unterschiedliche Dinge und es kostet auch Energie, sich da immer wieder so drauf einzustellen drauf, weil man möchte ja alles auch irgendwie gut und authentisch machen und da mit dem Herzen dabei sein. Und deswegen habe ich vor allem Yoga einfach für mich entdeckt, gerade die letzten zwei Jahre. Das tut mir wahnsinnig gut, diese Ruhe und das Runterkommen da verbunden mit Kraft und Sport atmen, genau. Ja, das ist so das Ding. Und natürlich, ich brauche auch immer wieder dann einfach mal Kaffee trinken mit einer Freundin, nicht über Musik quatschen.
SPEAKER_01Das ist auch viele Menschen in deinem Leben, die nichts mit Musik zu tun haben. Wenig.
SPEAKER_02Tatsächlich sehr wenig.
SPEAKER_01Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber also zwei meiner engsten Personen in meinem Leben sind tatsächlich beide, also verdienen ihr Geld nicht mit Musik. Eine davon mag sehr gerne, mit der kann ich auch drüber sprechen, aber natürlich anders als mit jemandem, der das selber macht. Und die andere hat einen ganz normalen Bürojob und es ist ganz herrlich, weil wir rausgehen. Und man, ja, man, ich glaube, in so, weil wir ja auch irgendwie andere Arbeitszeiten haben oft, als viele Menschen, die halt, ich sag mal, einfach tagsüber halt von 9 bis 18 Uhr arbeiten, ist man dann halt auch über einen längeren Zeitraum gesehen, hat man halt engere Verbindungen auch oft Menschen, die zur gleichen Zeit irgendwie arbeiten. Und da ist man aber Schmortmann schon manchmal arg im eigenen Sachen.
SPEAKER_02Ja, das stimmt. Ich genieße das auch voll, einfach mal Leute zu treffen, die damit gar nichts zu tun haben. Und also man kann dann vielleicht trotzdem auch mit denen mal über Musik sprechen oder was beschäftigt, aber es ist ein anderes Sprechen über Musik. Es ist irgendwie, also die sehen das ja von einem ganz anderen Standpunkt aus dann. Voll. Und das ist total erfrischend irgendwie. Voll.
SPEAKER_01Das glaube ich. Du hast im Vorgespräch vorher erzählt, dass gerade bei deiner Brasilien-Reise ist dir manchmal aufgefallen, wie laut es ist. Natürlich gerade in den Großstädten und dass du es sehr angenehm, als sehr angenehm empfunden hast, dann wieder nach Hamburg im Anschluss zurückzukommen. Heißt das, Hamburg ist für dich im Moment auf jeden Fall dein Lebensmittelpunkt oder gab es auch einen Moment, wo du dir überlegt hast, könnte auch was anderes in Frage kommen?
SPEAKER_02Also in den letzten Jahren war ich so ein bisschen am überlegen, aber das war wirklich nur so ein bisschen Träumereien, wirklich mal mehr südlich zu gehen. Einfach wirklich im Wetter. Süd Deutschland oder südlich Euro südlich in Europa. Südlich Europa auf jeden Fall. Ich war die letzten Jahre auch immer wieder in Spanien auf so einem tollen Jazzworkshop, den Roche Rossi veranstaltet und deswegen kenne ich da halt auch ein paar Musiker. Bill McHenry lebt da auch. Und die haben auch immer zu mir gesagt, ah, Sophia, wirst du nicht einfach mal in Süden kommen. Und ich habe da wirklich mit dem Gedanken gespielt. Aber es, wie gesagt, Bauchgefühl sagt gerade, nee, ist irgendwie noch nicht. Ich bin total offen. Aber momentan ist wirklich Lebensmittelpunkt Hamburg und wie ich dir gesagt habe, dieses Heimkommen nach Hamburg ist einfach gerade zu schön, als dass ich irgendwie das jetzt missen möchte, dann hier zu sein. Und man hat sich ja einfach auch über die letzten Jahre, ich bin jetzt acht Jahre hier, so ein Netzwerk aufgebaut. Und das dauert natürlich auch, wenn du in eine neue Stadt gehst, wieder eine Zeit lang, bis du dann da irgendwie so richtig ankommst. Und das kann ich jetzt gerade irgendwie nicht aufgeben. Fühlt sich zu gut an hier. Sehr gut.
SPEAKER_01Und du hast ja auch auf deinem Tourplan, auf deiner Homepage wirklich viele, viele Konzerte in und um Hamburg herum. Und da habe ich auch ein paar aufgeschrieben. Allein, du spielst auch einmal im Monat alleine schon im Cotton Club, glaube ich, im Moment. Das nächste Mal am 3. Oktober. Yes. Und dann, es gibt wirklich, es lohnt sich auf die Homepage zu schauen, weil es gibt sehr viele Konzertangebote für Menschen hier in Norddeutschland. Im Birdland bist du auch bald wieder zu hören am 26.10. Und dann gibt es eine ganz tolle Christmas Jazzcruise. Oh, da freuen sie sich, wenn wir die hier ankündigen.
SPEAKER_02Das ist auch vom Birdland veranstaltet. Das wurde jetzt einmal mit Julie Severa schon gemacht. Ich glaube, da ist man einfach drei Stunden auf dem Boot und tuckert durch den Hamburger Hafen. Genau, man ist gefangen. Und das gibt dann von einer Band. Was gibt es Schlimmeres, genau? Und dann wird eine Band spielen. In dem Fall spielt es dann, ist das dann mein Quartett. Am 6.12. ist das, ne? Hast du schon gesagt? Genau, am 6.12.
SPEAKER_01Christmas Jazz Cruise Hammer.
SPEAKER_02Ja, das probieren die jetzt. Ich glaube, das ist bisher ganz gut angekommen. Ich finde es voll cool.
SPEAKER_01Als ich das gelesen habe mit der Summer Jazz Cruise, habe ich mir gedacht, wieso hat das eigentlich nicht schon vorher? Jedenkommen hat es eigentlich total viel Sinn, das hier anzubieten. Es gibt genug Schiffe, glaube ich, wo auch irgendwie die Möglichkeiten einfach sind, noch eine Band zu präsentieren mit einer Bühne. Es gibt ja auch Schiffe, wo Events sonst stattfinden. Genau. Und also wenig finde ich persönlich schöner als so eine Hafenrunde. Also bin erst seit sechs Jahren in Hamburg, weit habe ich es noch immer nicht oft genug gemacht. Aber ich habe auch schon, ich habe einen meiner Geburtstage auf so einem Schiffe. Und ich finde es einfach wahnsinnig schön. Man ist auf dem Wasser, der Hafen ist super beeindruckend. Man sieht die Stadt irgendwie vor sich, man fährt dann meistens ja auch an der Elfie vorbei. Und das ist schon irgendwie spektakulär. Insofern kann ich euch das nur ans Herz legen. Gibt es sonst noch irgendwas, was du ankündigen möchtest über dein kommendes Album, das haben wir schon angedeutet. Aber gibt es irgendwas, was die Hörer und Hörerinnen noch wissen sollen? Du kannst auch einfach nochmal auf deine Homepage verweisen.
SPEAKER_02Genau, guck doch alle auf meine Homepage. Da stehen ganz viele schöne Konzerttermine drauf. Nächstes Jahr wollen wir auf jeden Fall auch eine große Tour spielen. Also falls irgendjemand in Süddeutschland das auch hört, ja, ich komme endlich mal nach Hause.
SPEAKER_01Relativ viele Hörer in Süddeutschland. Ja, wahrscheinlich, also ich komme ja auch daher, ich komme ja aus München. Ach so. Mal wenn ich die Statistiken mir angucke, merke ich immer, dass da, also das verteilt sich ganz gut.
SPEAKER_02Sehr gut. Ach, wie schön. Ja, das ist auf jeden Fall ein großer, großer Wunsch von mir, endlich im Süden mal zu spielen, weil ich tatsächlich bisher vor allem in Hamburg und Umgebung gespielt habe, was auch schön ist und war, aber in deiner Heimat noch nicht? In meiner Heimat noch nicht. Und das ist irgendwie spannend. Nach acht Jahren, ich glaube, das wäre auch mal irgendwie, jetzt gerade im Bix-Club, da mal zurückzukommen. Ich glaube, es ist an der Zeit. Ja. Tatsächlich. Und ich wollte aber abwarten, bis ich jetzt eine neue Aufnahme habe, ein neues Album. Es ist einfach einfacher, dann was zu buchen. Dann kannst du einfach was präsentieren. Und das soll nächstes Jahr dann wahrscheinlich zweite Jahreshälfte stattfinden.
SPEAKER_01Dann freue ich mich schon total. Da wünsche ich dir auf jeden Fall ganz viel Erfolg bei den Aufnahmen erstmal und dann natürlich auch beim Tourbuchen. Und ich bin mir sicher, dass da einiges an Termin zustande kommt. Und den Hörern und Hörerinnen kann ich dann nur empfehlen, da auch einfach hinzugehen. Man kann auch deine Platten sich natürlich besorgen, wenn man möchte. Und dann würde ich sagen, ich bedanke mich sehr bei dir für deine Zeit und dass du da warst.
SPEAKER_02Ja, vielen Dank, es war total schön und so angenehm mit dir zu sprechen. Das ist einfach, du versprüchst so eine warme Energie.
SPEAKER_01Dankeschön. Ich mache das auch wirklich sehr gerne. Und dann wünschen wir euch einen schönen Rest September ab hier und wir hören uns bald zur nächsten Folge. Tschüss. Tschüss.