Jazz Moves Schnack
Der Podcast von JAZZ MOVES HAMBURG über Jazz und darüber hinaus - mit Gästen, die Jazz spielen, leben und lieben. Moderiert und produziert von Stephanie Lottermoser. Zweimal nominiert für den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie "Journalistische Leistung".
Jazz Moves Schnack
JAZZ MOVES SCHNACK: KAROLINA STRASSMAYER
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Mut zur Authentizität, ein Karriereweg, dessen Route vom österreichischen Salzkammergut ausgehend über New York nach Köln führt und eine über 80 Aufnahmen umfassende Diskographie - all das sind Bestandteile des Werdegangs und der Karriere der Saxofonistin Karolina Strassmayer.
Heute ist sie Mitglied der WDR Bigband, Professorin an der Musikhochschule Essen, Bandleaderin und Mentorin vor allem für junge Frauen die ihren Weg in den Jazz suchen.
Im Jazz Moves Schnack erzählt sie von all diesen Stationen und davon, welche Bedeutung es hat, sie als Frau zu erleben und zu erreichen.
Weiterführende Links:
Homepage Karolina Strassmayer: https://www.karolinastrassmayer.com
JAZZ MOVES SCHNACK - der Podcast über Jazz und darüber hinaus von Jazz Moves Hamburg, moderiert und produziert von Stephanie Lottermoser.
Mood, courage is either the fähigkeit and the bereits from her to do. That has my speech and my geschmack and my aesthetic and my bedfinder sehr verändert. And heute habe ich wieder noch was dazu verstanden. Heute is für mich Mut die Bereitschaft, ich selber zu sein.
SPEAKER_02Moin und herzlich willkommen zum Jazz Moves Schnack, dem Hamburger Podcast über Jazz und darüber hinaus, präsentiert von Jazz Moves Hamburg und dem Jazzbüro Hamburg. Ich bin Stefanie Lottermoser und ich freue mich sehr, dass wir endlich zurück sind aus der Sommerpause. Es hat ein bisschen gedauert, aber es war auch wirklich wahnsinnig viel los. Wir hatten gerade noch das Jazz Open Festival in Planten und Blumen und einige Veranstaltungen noch drumherum zu planen. Und so ein Podcast will ja auch vorbereitet sein. And deswegen has a bit gedauert, but umso mehr freue ich mich, dass wir jetzt wieder da sind und that I think in regelmäßigen Abständen wieder mit tollen Musikerinnen, Veranstalterinnen und Menschen aus and um den Jazz herum sprechen darf and she fragen darf zu ihrer Karriere, zu ihrer Geschichte mit der Musik, zu den Herausforderungen in den Beruf und über vieles, was so im und um den Jazz herum passiert. Den Anfang heute macht eine Musikerin, die ich schon lange einladen wollte und ich freue mich sehr, dass es heute geklappt hat. Sie ist Solistin, Bandleaderin, Komponistin, Arrangeurin, Dozentin, Speakerin, und wird uns hoffentlich viele Einblicke in ihr bewegtes Leben mit dem Jazz heute gebe. Ich freue mich sehr, herzlich willkommen aus Köln, Carolina Straßmeier. Hallo Stefanie, vielen Dank für die Einladung. Sehr, sehr gerne. Dein Einführungssatz auf deiner Homepage ist schon sehr schön, finde ich. Den lese ich mal einfach kurz vor. Da steht: Wenn Sie erfahren möchten, wie ich von einem malerischen Dorf in den österreichischen Alpen in die Jazzszene von New York City kam, bis hin zur einzigartigen Auszeichnung als erste Frau der WDR-Bigband Köln beizutreten, mein Quartett Claro zu leiten und Empowerment-Kurse für Frauen im Jazz zu geben, lesen Sie meine Story. Das nimmt einem sofort mit. Man weiß, es gibt verschiedene Stationen und viel zu entdecken. Und da ist auf deiner Homepage wirklich sehr viel im Angebot. Und an einigen dieser Punkte würden wir uns heute vielleicht auch so ein bisschen entlanghangeln. Bist du noch in den Semesterferien oder hat bei dir schon wieder was angefangen?
SPEAKER_00Der WDR hat schon wieder angefangen, also WDR Big Band, ist schon aus der Sommerpause, aber die Semesterferien an der Volkwang-Universität, die gehen noch die nächsten zwei Wochen. Also da geht's bald wieder los.
SPEAKER_02Da kommen wir auch auf jeden Fall noch drauf zu sprechen. Wie immer zu Beginn unseres Podcastes für die Hörer und Hörerinnen stellen wir kurz unsere Gäste vor. Heute werde ich das selber vorlesen, weil Felix Tenbaum, der das normalerweise macht, sich im Urlaub befindet. And du hast natürlich die Möglichkeit, mich zu verbessern or things to erzen, die we in der Vorbereitung vielleicht übersehen orgassen. Also. Carolina Strassmeyer wurde in 1971 in Bad Mitterndorf im österreichischen Salzkammergut geboren. Ihre Mutter war Musiklehrerin, the Vater Förster, der Großvater Kapellmeister des Kurorchesters. Als Kind lernte sie Klavier und Flöte. Mit 17 Jahren entfachte Cannonball Adderley auf Kind of Blue bei ihr die Liebe zum Altsaxophon und zum Jazz, welche sie seitdem nie losließ. Sie studierte Musik in Graz and bekam im Anschluss ein Stipendium für die New School for Social Research in New York, wo sie Outstanding Musician of the Year wurde. In Big Apple spielte sie unter anderem mit Chico Hamilton, Nancy Wilson and dem Diva Jazz Orchestra. 2004 wurde sie festes Mitglied der Kölner WDR Big Band und zog zurück nach Deutschland. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Schlagzeuger Dori Mondlak, leitet sie außerdem das Quartet Claro, welches international tourt. Sie ist Professorin für Jazzsaxophon an der Volkwan-Universität Essen und Empowerment Coach für Frauen im Jazz. Als Bandleaderin hat sie 10 CDs aufgenommen, ihre Diskografie umfasst aber über 80 Aufnahmen, zahlreiche Grammy-Nominierungen und Grammys. Vom Downbeat-Magazin wurde sie mehrfach unter die besten AltsaxophonistInnen des Jahres gewählt. Carolina, stimmt das soweit? Habe ich was vergessen?
SPEAKER_01Das klingt alles ziemlich anstrengend, was du davor gelesen hast. Wie du den Anstrengend, das klingt doch total schön. Ja, ja, nee, schön, ja, aber jetzt, wo ich das so höre, ist das ganz schön viel.
SPEAKER_00Ja, aber da hast du meinen Werdegarken sehr, sehr, sehr gut dargestellt.
SPEAKER_02Danke dafür. Das freut mich. Also es gibt erstmal nichts, was du noch ergänzen möchtest, aber wir kommen natürlich auch auf einzelne Punkte deiner Biografie jetzt direkt noch zu sprechen. Mich jetzt mit dir auseinanderzusetzen im Vorfeld oder mich vorzubereiten, war für mich nochmal ein bisschen besonders, weil ich gemerkt habe, mir haben immer in meiner eigenen Ausbildung weibliche Vorbilder gefehlt. Oder Sichtbarkeit von Frauen in Deutschland in der Jazzszene. Die erste, die ich dann irgendwann natürlich gefunden habe, war Candy Daipher. Das war für mich auch toll, aber es war immer so lange die einzige, die ich kannte. Und da habe ich heute gemerkt, du bist ja jetzt so eine knappe Generation über mir altersmäßig. Ich hätte mir immer gewünscht, dass es da mehr Frauen gibt, die ich sehen kann, also die ich nicht nur hören kann, sondern die ich auch sehen kann, wie die auf der Bühne sind, was die machen. Wie war das denn in deinem Werdegang? Hattest du früh weibliche Vorbilder oder hat dir das auch immer gefehlt?
SPEAKER_00Ich hatte keine weiblichen Vorbilder, die ich kannte oder die ich irgendwo gesehen hätte. And to meiner, also as I angefangen, was tatsächlich so that mein Legal and four years have so weird, there have never vibration role models. And even when the people have said, What have they all with these vibrant four? It doesn't we a fruit spell. Why do I have a vibrant forbear? What won't you all with vibrational forbuilding? And that had me ziefst betroffen, as I verstanden had welche Kräfte da auf mich wirken, and ich aber überhaupt keine Ahnung hatte. Also ich habe wirklich erst sehr spät begonnen, also wirklich so, überhaupt dieses Thema, the Frau sein, bis dahin wollte ich ja, ich wollte ja mit dem Thema nichts toch tun. Ich wollte ja as person who music spielt, respektiert anders. Und ich wollte nicht das Mädel in der Band sein. And I had me pushikose gekleidet. Also ich bin auch so from Typ. But ich wollte einfach nicht als Frau nicht auffallen. Und dass jemand denkt, ich bin jetzt hier engagiert, weil ich eben eine Frau bin.
SPEAKER_02Das kann ich zu 100% auch unterschreiben.
SPEAKER_00Ja, ich glaube, das haben ganz viele Musikerinnen erlebt. Und ich habe mich vor kurzem mit Terry Lynn Carrington unterhalten, der amerikanischen Schlagzeugerin, die am Berkeley College Jazz and Gender Justice Institute gegründet hat. Sie war Gast bei uns in der WDR Big Band und da hatte ich Gelegenheit, mich mehrmals wirklich sehr tief mit ihr zu unterhalten, auch genau in these themes. And I have gefragt, wie das for dich was? When you then began to be able to do it, that beinfused, as I was in this business. And I had me unmembered that she said, This fing by you for five, six, seven years on. Also, really with the me too. Did we have a food in the top creature? And yes, packed me this thing unheimally, but I for me, I will not so function and so spin and so far as a man or to work. But I think this individual to this music have to give, upside from stereotypenes in which I hine sozialized. And in unserer Szene and auch bei den Studierenden.
SPEAKER_02Auf deiner Homepage steht der Satz, ich habe einen Weg gefunden, eine Frau und Jazzsaxophonistin zu sein. And allein in diesem ganzen Satz steckt ja so viel davon drin. As ich das gelesen habe, habe ich mir schon gedacht, da werde ich jetzt wahrscheinlich die nächsten Monate auch weiter drüber nachdenken, weil das Thema mich natürlich auch beschäftigt. Und ich habe auch in deiner Biografie gelesen, wie du auch schon meintest, du hast dann auch eher versucht, dich Bushi Kroß nach außen zu geben, in deinem Studium in Graz, glaube ich, war das. Und ich habe mich dann daran erinnert, dass ich schon ganz früh, noch als ich in der Schule damals, in der Schulbig Band gespielt habe, ich hätte im Leben nicht auf der Bühne einen Rock oder ein Kleid angezogen. Weil ich einfach mir dachte, man sieht ja so schon, dass ich irgendwie, also die Kategorie Frau ist ja so schon gewährleistet. Man sieht, also ich hatte immer lange Haare und alles andere, also wäre mir nicht in den Sinn gekommen, dann noch zu betonen, dass ich eine Frau bin und irgendwie ein Kleid anzuziehen. Und das ist mir aber erst später bewusst geworden. Ich habe mir jetzt nicht damals gedacht, aber ich bin eine Frau und alle anderen sind Männer, sondern ich wollte einfach halt so aussehen, wie die anderen auch aussehen. Und das waren halt nun mal alle Männer, die Hosen und Sackos anhatten. Jetzt heute bin ich zwar wieder da zurück, dass ich hauptsächlich Hosenanzüge auf der Bühne trage, weil ich das aber heute, glaube ich, differenzierter für mich beurteilen kann, was für Mode ich mag und schön finde, aber man kann, glaube ich, wenn man in jungen Jahren anfängt, gar nicht direkt die ganze Dimension von diesem Thema abschätzen. Oder vielleicht ändert sich das jetzt zunehmend. Aber ich fand es eben spannend, bei dir zu lesen, dass du dann auch eher Burschikos dich im Studium gegeben hast und einfach da eher geguckt hast, dass du jetzt in deiner Umgebung nicht zusätzlich dadurch auffälst, dass du in Anführungszeichen auch noch eine Frau bist. Und mir ist das früher sehr oft passiert, dass es so Vorurteile gab von Leuten, die gesagt haben, du spielst ja nur so viel, weil du eine Frau bist. Und das war immer wahnsinnig verletzend, weil ich natürlich nicht, also ich habe, glaube ich, nie damit kokettiert, dass ich eine Frau bin oder gesagt, ihr müsst mich jetzt buchen, weil ich eine Frau bin, sondern ich habe halt versucht, die beste Saxophonistin, die ich sein kann, zu werden. Oder daran arbeite ich für immer. Und das ist ja mein einziges Ding, das ich anbieten kann. Und ich weiß gar nicht, ob Leuten bewusst ist, was sie mit solchen Aussagen anrichten. Hast du mit sowas auch zu tun gehabt?
SPEAKER_00Klar, ich hatte dann auch als ich nach New York ging, ich war auch sehr, sehr ehrgeizig und war sehr auf meine Karriere and fokussiert und da habe ich auch, da wurde mir dann auch gesagt, von Managern and Agenten und so weiter, wurde mir auch gesagt, ja, also wenn du eine Karriere haben willst, dann musst du, dann musst du dich anders anziehen, dann musst du anders aussehen, dann musst du lange Haare haben, dann musst du hohe Schuhe anziehen, musst du enge Hosen anhaben und so weiter. Und das habe ich dieses Ideal versucht zu verkörpern irgendwie, habe dann auch lange Haare gehabt und im Nachhinein, also das habe ich wirklich lange dann gehabt und vor ein paar Jahren habe ich mir die Haare wieder ganz kurz schneiden lassen. Und ich habe eigentlich auch gemerkt, dass das fast wie eine Verkleidung war für mich. Also ich bin feminin, ich ziehe mich auch gerne feminin an und alles, aber dieses Ideal, was so, was man irgendwie, also du hast schon den Namen Candy Dalpha, die verkörpert das und es scheint ihr halt wirklich zu liegen. Also ich bin nicht so, mir liegt es nicht. Aber das wurde erwartet. Das wurde echt erwartet. Also von Agenten wurde gesagt, wenn du willst, dass wir dich aufnehmen in unserer Agentur, dann musst du dich optisch verändern, musst du dich optisch anpassen. Das Optische ist ja eine Sache, aber ich habe ja auch sehr oft und sehr lange das Gefühl gehabt, ich muss mich musikalisch anpassen. Ich muss diese, ich sag's jetzt mal so ganz direkt, diese männlichen Werte, die wir im Jazz verherrlichen. Die habe ich versucht, so gut es mir möglich war, körperlich, die auch zu erfüllen.
SPEAKER_02Kannst du die genauer beschreiben für die Leute, die sich da vielleicht nichts drunter vorstellen können?
SPEAKER_00Ja, und ich bitte schon vorher um Verzeihung, wenn das irgendwie jemand natürlich dann problematisch findet, und das ist jetzt, ich sage es jetzt sehr überzeichnet. Aber die männlichen Werte, die ich damit meine, die im Jazz verherrlicht werden, das ist zum einen zum Beispiel Lautstärke, das ist hohes Tempo, Komplexit, etwas that sehr dicht ist, sehr kompliziert is, sehr abstrakt ist, manchmal sehr dissonant ist und dass eine gewisse körperliche Kraft, eine körperliche Virtuosität, man denke an den Bebop erstmal voraussetzt und Big Band Musik zum Großteil ist ja auch was sehr athletisch, muskulös, körperlich ist. And it hat immer schon Musiker gegeben, die auch auf der anderen Seite des Spektrums befinden anders celebrieren und kultivieren, but that nicht die, nach denen ich gestrebt habe, weil ich dachte, da werde ich als Frau, wenn ich spiele wie Paul Desmond oder wie P. Evans, da werde ich ausgelacht. Order ich werde einfach nicht ernst genommen. Und deshalb habe ich die Seite des Jazz, also die wirklich in diese männlichen Werte tendiert, habe ich sehr favorisiert. Und bei mir hat das ja auch im Laufe der Jahre dazu geführt, dass ich mir immer auch so, dass mir das ja auch körperlich geschadet hat, mich so ans Limit zu bringen, immer mit voller Kraft und mit vollen, ich habe mir auch Verletzungen gehabt, Verletzungen durch Spielen mit den Zähnen und Kiefer und alles Mögliche gehabt. Einfach weil ich auch nicht auf meinen Körper gehört habe. Weil ich dachte, ich muss das so liefern, sonst werde ich ja gar nicht ernst genommen. Und das ist auch für mich jetzt heute so offen darüber zu sprechen, ist okay, aber ich konnte das ja ganz lange nicht. Weil ich dachte, wenn ich mich da exponiere, dann ist das eine Katastrophe. Und heute weiß ich, dass genau diese Struggles, diese Herausforderungen, denen ich mich dann doch irgendwann stellen musste, zu sagen, ich bin kein Mann, ich spiele nicht wie ein Mann, ich habe auch nicht die Kraft und ich will auch nicht. Mich denen zu stellen, da merke ich jetzt, dass da für mich sich eine unheimliche Kraft entfaltet in der Bereitschaft anzunehmen und zu acceptieren anders to kultivieren die ich bin. That heißt nicht, dass ich nicht gern mal wieder voll reinhaue and voll auf den Putz haue beim Spielen. Sprich, mehr Entspannung, mehr Raum, mehr lyrische Art zu spielen, melodisch zu spielen, mehr Platz zu lassen, mehr zuzuhören als selber zu spielen und dadurch eine gewisse Interaktion einzuladen. Und das ist nur möglich, weil ich irgendwie losgelassen habe von diesen Werten und von diesem Ideal, nachdem ich so lange gestrebt habe. Und für mich ist das unheimlich heilsam, unheimlich befreiend. Persönlich wie musikalisch.
SPEAKER_02Ja, und es ist ja auch im Prinzip der Weg zu einer eigenen Authentizität, nach der man ja, ich sag mal, im Idealfall als Musikerin sucht. Natürlich gibt es auch viele, die sehr, sehr stark einem bestimmten Vorbild nacheifern, was man dann mitunter auch sehr stark raushört. Das ist natürlich immer die Frage, wo man persönlich hin möchte mit seiner Musik und was man aussagen will. Aber du auch als Musikerin, die ja auch selber Stücke komponiert, da ist ja dann der Erfahrungswert der Größte, wenn man dann auch wirklich schaut, was ist in mir drin, wo komme ich her, wie soll das klingen, was ich mir vorstelle und so. Und das ist ja ein Weg, den man sein ganzes Leben lang irgendwie gehen kann. Aber ich bin mir sicher, dass du dafür sehr viele Leute oder gerade für Frauen, wenn du auch darüber sprichst, einen absoluten Vorbildcharakter hast, weil das einfach lange nicht üblich war. Also zum einen, weil es lange Zeit nicht so viele Instrumentalistinnen im Jazz gab, die man überhaupt hätte dazu fragen können. Und dass es eben vielen auch ähnlich gegangen ist wie dir, die lange gesagt haben, ich möchte da überhaupt nicht drüber sprechen, weil ich will den Unterschied nicht auch dadurch noch betonen und ich will einfach Musik machen und lasst mich mit dem ganzen anderen Zeug in Ruhe. Ich meine, auch das muss jeder und jede für sich selbst entscheiden. Aber den Erfahrungen nach oder den Gesprächen nach, die wir, glaube ich, heute auch alle so untereinander führen, ist da doch eine gewisse Hilflosigkeit zum Teil noch da. Und die Kategorie Geschlecht ist auf jeden Fall eine, die etwas mit uns macht und etwas bewirkt und die nicht zu unterschätzen ist. Auch wie das ist, wenn man als Frau in einem Umfeld ist, das sehr männlich geprägt ist oder andersrum gibt es das natürlich genauso. Im Jazzbereich ist das jetzt selten der Fall. Aber ich glaube, da ist einfach Bedarf da, über den Leute sich auch freuen, wenn sich jemand dem Ganzen annimmt. Du hast vorher den Bebop genannt, als Musik, die ja oft sehr technisch auch gespielt wird. Und wenn ich das richtig gesehen habe, war tatsächlich Cannonball Adderly deine erste Altsaxophon-Liebe. Ja. Ist das dann bis heute so geblieben oder hat sich das im Laufe deiner Überlegungen zum Thema dann gewandelt? Weil Erinnert, ich meine, der hat auch, ich habe diesen ganzen Sommer sehr oft sein Bossa Nova-Album wieder gehört und es ist wunderschön. Und der spielt ja nicht nur, also der kann auch unfassbar schnell spielen und hat eine wahnsinnige Technik, aber der spielt ja auch oft sehr lyrisch und singt und der verkörpert da eigentlich ganz viel drin. Ist er dann für dich immer noch so eine wichtige Saxophonstimme geblieben, die dich bis heute prägt?
SPEAKER_00Der trifft mich immer noch mit einem Ton mitten ins Herz. Ja, das wird sich auch nie ändern. Ich habe Cannonball gehört, da war ich gerade mal 16 oder 17. Und das hat mich so gepackt, das hat mich so wachgerüttelt. Also ich hatte ja vorher schon musikalische Erfahrungen mit klassischer Musik und auch mit Volksmusik. Ich komme ja aus einem ganz kleinen und sehr ländlichen Ort. Da war natürlich Volksmusik das, was man so gespielt hat als Kind und Jugendliche. Dann habe ich, so glaube ich, mit 11 oder 12, da kam dann so eine andere Phase, da kommen dann so andere Interessen. Zuerst war es der Reitstahl, habe ich okkkupiert. Da hatte ich dann keine Zeit mehr für die Querflöte, da musste ich dann immer Pferdemist schaufeln und Ausritte machen. Und dann so mit 14, na dann kam die Disco-Ära, da war dann natürlich auch, dann war für die Pferde keine Zeit und für die Flöte schon gar nicht mehr. Und dann doch eines Morgens, als ich dann in die Schule gependelt bin, immer in meinem Zug, hat eine Freundin von ihrer älteren Schwester so Kassetten ausgepackt und ich habe das in meinen Walkman reingedrückt. Da habe ich eine Musik gehört. Ich wusste gar nicht, dass das Jazz ist oder was das da überhaupt ist. Und welches Instrument wusste ich auch nicht. Die Kassette, die ich da rausgeholt habe, war Miles Davis kind of blue. Als ich auf Play gedrückt habe, was war Cannonball, der da gespielt hat. Und ich habe nichts verstanden, was die gemacht haben. Ich wusste nur, das ist es. Das ist es für mich. Das hat mich so gepackt. Besonders eben der Cannonball, du hast es so schön schon beschrieben, mit diesem sanglichen Ton, den er hatte. Und auch dieses, für mich, das war so übersprudelnde Lebensfreude und Lebenskraft, die sich da rausquirrelt aus ihm. Und die höre ich halt, die höre ich immer noch. Und das hat etwas in mir aktiviert, was mich wirklich aufgeweckt hat.
SPEAKER_02Und dann hast du stimmt das, dein Moped verkauft und dein Vater gebeten, dir einen Kredit zu gewähren, damit du dir ein Altsaxophon kaufen kannst. So ist es.
SPEAKER_01Also konntest du ab da nicht mehr mit dem Disco in die Disco, weil du keinen Moped mehr hattest. Ja, zur Disco habe ich es immer noch so geschafft.
SPEAKER_02Ja, aber da merkt man mal, wie wichtig dir das direkt war. Das ist ja auch nicht selbstverständlich, dass man in dem Alter dann sagt, es ist mir jetzt alles egal, ich will jetzt ein Saxophon haben.
SPEAKER_00Ja, und ich meine, heute rückblickend sehe ich natürlich auch, das war für mich auch so ein Schritt der Emanzipation und damit meine ich gar nicht jetzt als Frau unbedingt, sondern einfach als junge Person. Das war nämlich das Saxophon und der Jazz, das war etwas, das hat man bei uns, das kannte niemand. Saxophon, wie schaut das überhaupt aus? Was ist das?
SPEAKER_02Obwohl in deiner Familie so viel Musik auch ja ihren Platz hatte, aber das war das habt ihr, ihr habt keinen Jazz zu Hause gehört oder so.
SPEAKER_00Überhaupt nicht. Also mein Vater hat Beethoven Brahms Maler gehört. Und mein Opa hat die Musikkapelle dirigiert. Also das gab es natürlich schon. Und insofern war das so was so etwas ganz Exotisches, etwas Mystices. This music, this instrument aus einem ganz fern Teil dieser Welt, die mit meiner Herkunft überhaupt nichts to doch had. And this was that I finden, da konnte ich mich ganz nice erleben anders. And that had me also in the Welt hinausgezogen. These Schritte, die dann drauf wollten, nach Graz zu gehen und nach New York zu gehen. Das war alles irgendwie geleitet von dieser Faszination to the music and in besonders zum Altsaxophon.
SPEAKER_02Und 15 Jahre in New York ist ja auch eine wahnsinnig lange Zeit. Also es gibt immer viele Studentinnen und Studenten, die mal für ein bis mehrere Semester nach New York hin und immer auch ein paar, die versuchen da zu bleiben. Es ist ja nach wie vor so ein bisschen, ich sag mal, das gelobte Land für viele JazzmusikerInnen, auch wenn sich auch in New York auch in der Pandemie nochmal viel verändert hat und die Lebensumstände dort wirklich auch nicht einfach sind für viele, die auch schon lange da sind. Aber trotzdem passiert dort einfach wahnsinnig viel. Es ist ein riesiger Schmelzziegel und man kann einfach die besten MusikerInnen täglich live hören und miterleben und dass gerade Jazz als Live-Musik mitzubekommen ist ja auch nochmal was anderes, als wenn man sich die Platten anhört. Und eben, wie gesagt, du warst 15 Jahre da, du hattest am Anfang ein Stipendium für die New School for Social Research. Und wie war dann dein Weg in die Szene rein, sodass du mit Musikern wie Chico Hamilton oder Nancy Wilson gespielt hast? Wie ist das passiert? Bist du auf Sessions gegangen und hast dich da so vorgestellt, wie man das so machen kann als Jazzmusikerin, oder wie kam das?
SPEAKER_00Ich bin tatsächlich auf viele Sessions gegangen. Ich konnte natürlich auch durch das Studium noch under New School Kontakte knüpfen. This is tatsächlich so, this classic of sessions gehen, or when Freunde and Bekannte irgendwo einen Geek haben, dann is das in New York sehr üblich, dass man eingeladen wird, einzusteigen. Come and sit in. And then beim letzten Stück sagen die, ja komm, steig ein. Und dann hören einen wieder Leute spielen und man fängt an zu Netzwerken. Mein erster professioneller Gig with Tour and so weiter war tatsächlich an einem Tag nachdem ich mein Abschlusskonzert an der New School gespielt habe, bin ich mit dem Diva Jazz Orchester auf Tour gegangen. Ich war dann auch fast zehn Jahre in der Band. And so kam eins zum anderen. Aber das Jam-Session-Besuchen, das war schon einfach die beste Möglichkeit, Leute kennenzulernen. Und sich auch auszuprobieren und ins kalte Wasser zu springen. Es ging ja wirklich oft so, dass dann was gespielt wurde, was ich nicht kannte oder konnte. Beides. Und dann muss man halt irgendwie so Augen zu und durch. Und zum Glück hatte ich ganz gute Ohren und konnte mir immer irgendwie halbwegs über solche Situationen retten. Aber das hat mich auch so ein bisschen aus meinem Dornröschen-Schlaf rausgeholt, in dem ich ja groß geworden bin. Ich bin ja in einer sehr idyllischen, behüteten, familiären Situation groß geworden und auch im Studium war es. Das war auch sehr, sehr behütet. Ja, das war dann schon ein ziemlicher Stromschlag.
SPEAKER_02Du hast auch in einem Interview, glaube ich, gesagt mal, dass in der Zeit in New York du einen Mut entwickelt hast, von dem dir gar nicht klar war, dass du ihn hast. Das passt vielleicht so ein bisschen zu dem, was du gerade gesagt hast, wenn man dann eher in einem kleineren Umfeld aufwächst und dann, ich weiß jetzt nicht genau, wie weit Graz von deinem Heimatdorf entfernt ist, aber es ist auf jeden Fall noch im gleichen Land. Ja.
SPEAKER_01Aber es könnte auch einen ganzen, wo ich herkomme, da ist alles weit weg so gefühlt. Also alles an größeren Städten ist gefühlt sehr, sehr gut.
SPEAKER_02Und dann aber New York, ich meine, ich kann mir vorstellen, dass das überfährt einen ja fast so ein bisschen und auf alle Arten, auf die positive, weil man sich denkt, hier passiert was, so hier kann ich einen Teil von dem Ganzen sein und bin so nah dran. Aber gleichzeitig ist es ja dann auch eben wahnsinnig viel, was passiert. Und man denkt sich bestimmt auch oft, oh Gott, hier sind diese ganzen tollen Leute, wie kann ich da jemals mithalten und ich muss noch mehr üben und so. Und das ist wahrscheinlich so ein Wechselspiel der Gefühle, könnte ich mir vorstellen.
SPEAKER_00Das hast du sehr gut beschrieben und du hast auch ein Wort genannt, nämlich courage. Mood, this is a word that my begleitet and that I entwicked. I would say when you jazzmusikerin werden willst, man muss mutig sein. And then my auffassing of the word mood so in Tapferkeit. Man macht etwas, was einem Angst macht und man tut es trotzdem. And irgendwie schon um so ein bisschen, um sich zu beweisen, um to sagen, ich kann das anderes zu beweisen, man hat so diesen Platz verdient. Und das hat mich auch sehr motiviert und auch sehr weit nach vorne gebracht und hat mir auch sehr geholfen, diese Art von Mut zu haben. Nur irgendwann habe ich gemerkt, wenn ich immer aus diesem Impuls heraus mich zu beweisen oder etwas zu beweisen, Musik mache, das ist nicht authentisch. Da bin ich ganz weit weg von mir eigentlich, wenn ich immer nur das spiele, von dem ich denke, das ist jetzt beeindruckend für jemand anderen, dass die dann sagen, oh yeah, she can play. Und da kam dann so ein Punkt where ich averte for this word mood, name courage core or her. Also habe ich dann gemerkt, oh okay, mood is either the fähigkeit and the bereits, von Herzen zu tun. Also wirklich mit ganz Herzen in die Musik, das ganze Herz fließen zu lassen in die Musik. Und heute habe ich wieder noch was dazu verstanden. Heute is for me mood the bereits, ich selber zu sein. So wie ich bin, authentisch zu sein and nicht so wie ich denke it from me erwartet, oder wie ich sozialisiert wurde, oder was muss ich tun, um here in diese Szene, um in diese Männerwelt oder was auch immer reinzupassen. And so spiegelt das so ein bisschen my persönliche Evolution. This Verständnis von Mut.
SPEAKER_02Das ist eine der schönsten Erklärungen von authentische Musik machen, die ich, glaube ich, jemals gehört. Das ist sehr, sehr schön gesagt. Da kann man auf jeden Fall sehr viel drin finden. Dann 15 Jahre in New York. Bist du in der Stelle in Köln bei der WDR Big Band zurück nach Europa or Deutschland gekommen? Oder war das, also das muss ja auch nach 15 Jahren war das bestimmt auch nicht so einfach aus New York wegzugehen, with that so the start is where all the hints won't, wobei ironischerweise viele amerikanische Musiker sagen, dass sie ja eigentlich in Deutschland ander spielen wollen, weil sie here auch mit ihr meistens Geld verdienen. Deswegen der or the ideale Jazz Musiker lived in New York and spielt the time here, übertrieben gesagt. But wie kam es denn dann, dass du nach 15 Jahren wieder weggegangen bist aus New York?
SPEAKER_00Tatsächlich wegen der WDA Big Band. Ich hatte eigentlich nicht die Absicht, New York zu verlassen, weil wenn man mal eine gewisse Zeit in New York is, dann wird man ja auch ein ziemlicher Snob. Es gibt kein Leben außerhalb von New York. Nur New York ist aufregend und spannend genug. Auch das hat sich widerlegt. Aber ich bin tatsächlich nach Köln gekommen, um der WDR Bickband beizutreten. Und natürlich hatte ich Bedenken, erstmal New York zu verlassen und mein Mann Dory, also damals waren wir noch nicht verheiratet, aber wir waren schon zusammen. Der ist erstmal auch noch in New York geblieben. Ich bin dann so hin und her gependelt und auch ein festes Mitglied von einer Big Band zu werden, das war ja auch nie in meiner Lebensplanung. Ich dachte, ich habe ja eigentlich sehr viel Smallgroup Jazz gespielt, in New York auch schon auch viel Big Band, aber das war jetzt nicht so eigentlich mein Ziel. Und als ich dann aber eingeladen wurde, mich zu bewerben und vorzuspielen für die WDR Big Band, dachte ich, also so eine Chance, so ein Ruf von so einer Band, das kannst du nicht einfach ignorieren. Das musst du zumindest mal checken, wie das so ist. Und ich bin unheimlich froh, diesem Ruf gefolgt zu sein und ich habe es nie bereut. Klar habe ich viele Dinge in New York vermisst, dafür bin ich ja auch noch viele Jahre hin und her geflogen, dann auch immer wieder. Und habe mich eigentlich sehr, sehr langsam und sukzessive from New York abschiedet and abgenabelt und mein Mann ist dann auch hierher gezogen and so. But you have to in New York geheirat, ne? Yeah, genau. Und ich hatte auch Bedenken, so eine Festanstellung, wo ich immer mit denselben Menschen in der Band zusammen spiele, natürlich mit den vielen Gästen, klar, das war mir schon klar. Aber ich hatte Angst, my künstlerische, musikalische Freiheit zu verlieren. And paradoxerweise is genau das Gegenteil passiert. In New York saw my lame schon so aus that ich einfach ständig unterwegs and ich musste auch wirklich ständig, also ich musste alle Jobs, alle Gigs, alles annehmen, was irgendwie daher kam, um to überleben in New York. And ich habe in dieser Phase wahnsinnig viel lernen dürfen, eben weil so viele verschiedene Dinge sich da aufgetan haben, alles von irgendwo in einem kleinen Restaurant spielen bis zum Carnegie Hall habe ich alles durchgespielt und durfte so viel lernen und mit so vielen tollen Musikern und Musikerinnen spielen. Und das hat aber irgendwie dazu geführt, man wird so zum Musiker, man kriegt eine unheimliche Vielseitigkeit, aber ich wusste eigentlich gar nicht, wer ich bin, musikalisch. Hast du schon als Bandleaderin gearbeitet, auch in New York? Ja, das habe ich eigentlich schon seit meiner Studienzeit immer schon gemacht. Aber in den ersten Jahren habe ich halt Jazz Standards gespielt, habe eigentlich noch nicht selber komponiert, das kam dann erst später in New York dazu. Aber als ich dann nach Köln gekommen bin anders nicht mehr so viel rumrennen musste, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen, and a listener stability in my life, da durfte ich mir zum ersten Mal wirklich Gedanken machen, welche Musik möchte ich spielen, welche Musik will denn aus mir rauskommen, when ich nicht for this geek or for this geek or for this geek spiele. And this process is entfalted, and I hope that that's my lebensende entwickelt. But this ram für mich öffnen zu können, to sagen, so wenn da jetzt keine Noten vor mir liegen, was kommt denn da raus bei mir? Das ist schon ein sehr spannender Prozess.
SPEAKER_02Und das heißt aber quasi der Grundstein für dein jetziges Quartett Claro, der ist auch schon in New York gelegt worden, weil du und dein Mann ja dort vermutlich euch auch musikalisch schon begegnet seid und gemeinsam gearbeitet habt.
SPEAKER_00Ja, so ist es. Also Claro gibt es schon seit, ja, das ist Claro heißt, schon seit 2000. Ach, war es. Schon eine ganze Weile, ja.
SPEAKER_02Da habt ihr ja bald quasi Silberhochzeit mit der Band. So ist es, genau. Ich habe gelesen, dass du, ich glaube, du hattest es auf Facebook gepostet, weil ihr gerade 17. Hochzeit hattet und dass ihr in New York vor Pressluft Hammer Lärm geheiratet habt und du in dem Moment, wo du gefragt wurdest, ob du willst, eigentlich gar nicht genau dir sicher warst, was du gerade gefragt wurdest, aber einfach mal I do gesagt hast und gehofft hast, dass das der richtige Moment war. Genau so ist es.
SPEAKER_00Man kennt das irgendwie so aus Filmen, wenn man noch so eine Hochzeitsszene oder irgendwann, wenn dann dich der Standesbeamte anguckt und die Augenbraun in die Höhe zieht, dann ist es der Moment, in dem man dann sagt, yes, I do. Und das habe ich dann gemacht.
SPEAKER_02Ja, und auch das ist ja toll, was euch verbindet. Also dann natürlich nicht nur musikalisch, sondern auch darüber hinaus und dass das so viele Jahre funktioniert und dann so viele gemeinsame Alben erschienen sind. Für die Hörer und Hörerinnen kurz, also dass der Kern von Claro sind quasi Carolina und ihr Mann. Und darüber hinaus habt ihr nicht immer die gleiche Besatzung dabei gehabt. Also ihr habt oft David Friedman am Vibrafon dabei, Hans Glawischnik oder Thomas Stabenow, glaube ich, am Bass und Rainer Böhm hat auch schon Klavier gespielt. Aber einfach ihr beide seid der Kern, du und Rory, und darüber hinaus schaut ihr, was zusammenpasst. Genau.
SPEAKER_00Das ist eigentlich aus dem Sprungen, dass ich durch mytigkeit in WDR, when we an irgendwo im Quartet to spielt, muss ich das immer coordinieren oder muss ich das coordinieren mit dem VDR, mit meinen freien Zeiten dort. And then war es manchmal einfach total schwierig, immer the same Spieler in der Band zu haben. And an Anfang fand ich das total schwierig, weil ich mir immer gewünscht habe, ich möchte immer dieselbe Band haben, bis ich gemerkt habe, wow, das ist eigentlich total spannend. Also ein Pool von verschiedenen Leuten zu haben, mit denen wir sehr, sehr gerne spielen und die unsere Musik kennen. And das macht es eigentlich sehr frisch and immer wieder anders und spannend, auch über einen längeren Zeitraum die gleichen Stücke zu spielen, weil sie einfach immer anders darüber kommen und anders klingt.
SPEAKER_022022 ist euer letztes Album erschienen, Quiet Fortitude, übersetzt Stille Standhaftigkeit. Das ist auch ein sehr schönes Bild. Hat das mit der Corona-Zeit zu tun oder darüber hinaus?
SPEAKER_00Nein, das hat eigentlich nichts mit der Corona-Zeit zu tun, sondern das ist einer Person gewidmet, die genau diese Qualität mir immer sehr, mir mit dieser Qualität immer sehr weitergeholfen hat. Und ich finde, das ist eben dieses die Ruhe, die ruhige Kraft, das ist etwas, was mich sehr beeindruckt. Und vielleicht auch deshalb, weil mein Vater auch so ein Typ ist, der auch so eine, also das habe ich jetzt nicht meinem Vater gewidmet, aber mein Vater ist auch so ein Mensch, der sehr ruhig ist und sehr geerdet ist und eine sehr mit der Natur und mit der Erde verhaftet ist und was ich sehr hilfreich finde, gerade in diesem Leben als Musikerin, indem man so viel herumläuft und so viele Einflüsse und da tut es ganz gut, so ein bisschen quiet fortitude, eine Dosis Quiet Fortitude zu bekommen.
SPEAKER_02Das stimmt, man wird schon oft in viele unterschiedliche Richtungen gezerrt und gerissen und da ist es mitunter herausfordern, irgendwie bei sich selbst oder in irgendeiner Art von Mitte zu bleiben. Das kann ich auf jeden Fall verstehen. Ich hatte gerade, als du diese Person beschrieben hast, kurz überlegt, ob es entweder dein Vater ist oder ob es vielleicht sogar dein ehemaliger Professor Karl Drewo ist, weil du auch gesagt hast, dass er immer noch eines deiner größten Vorbilder ist. Und genauso sollte das ja auch sein. Also man sollte ja an die ehemaligen Lehrerinnen und Lehrerinnen oder Professoren und Professorinnen als Vorbilder zurückdenken. Bei mir ist das ehrlich gesagt nur bedingt der Fall. Auf einige meiner ehemaligen Professoren trifft das leider nicht zu. Aber ich würde jetzt gerne nochmal, weil du ja eine der sehr, sehr wenigen Professorinnen im Jazz-Bereich bist, die wir in Deutschland haben, auf das Thema Awareness in Bezug auf das Musikstudium zurückkommen. Und bevor ich dir da eine Frage stelle, möchte ich kurz den Hörern und Hörerinnen erklären, warum ich nochmal auf das Thema zurückkommen möchte. Awareness bedeutet ja übersetzt eigentlich nichts anderes als Bewusstsein. Und man kann sich über sehr viele Dinge bewusst sein, sollte man auch, zum Beispiel über das eigene Verhalten, über die eigenen Wünsche, über die Kommunikation mit der Außenwelt, and natürlich auch über die Abhängigkeit vielleicht zu anderen Menschen oder über die Verantwortung, die man für andere Menschen hat. And that is jetzt der Brückenschlag zum Musikstudien. While there is uphangsverhältnisse gives, in die man sich aber in der Regel als studierende Person auch selbst freiwillig begibt. Also man sucht sich normalerweise sein Hauptfachlehrer oder seine Hauptfachlehrerin ganz genau aus anders the Hochschule on der man studieren möchte nach dieser Person aus. Man begibt sich dann in this Abhängigkeitsverhältnis, weil man ja was lernen möchte and while man in laufen des Studiums the bestmögliche Künstlerin or the bestmögliche Künstler werden möchte and while man the person, that man to learn or to learn eran had and by which man froze a student platform to have as for build it and even so feel as much in sich aufsauging from the vision that this person potential had. Wichtig is nature that this learned personal must and these influence bewusst is that he or she over the student had.
SPEAKER_00Also ich versuche zu dieser Awareness in dem Sinne beizutragen, erstmals in mir selber diese Awareness immer mehr zu bilden und das, was ich erlerne and zu teilen. Und an der Folkwang-Universität fing es ja eigentlich so an, dass ich Privatmentoring für Frauen im Studiengang angeboten habe. Also wirklich so one-on-one-Sitzungen.
SPEAKER_02Hast du das gemacht, weil du dir dachtest, vielleicht hat jemand Bedarf oder sind junge Studentinnen auf dich zugekommen und haben dir speziell Fragen gestellt, die sich auf deine Karriere als Frau beziehen?
SPEAKER_00Ich habe das angeboten und dann kamen Frauen. Und es war eigentlich ursprünglich wirklich als Mentoring gedacht und dann kam natürlich manchmal die Frage, ja, wieso brauchen Frauen ein besonderes Mentoring? Und die Antwort darauf ist, glaube ich, ganz einfach, dass viele Männer oder männliche Professoren einfach Hemmungen haben, eine Frau unter ihre Fittiche zu nehmen, weil das einfach manchen einfach zu gerade jetzt wieder zu heißes Thema oder dass die gar nicht auf die Idee kommen oder dass die gar nicht denken, also dass das dieses klassische Mentorentum im Jazz ja sehr, sehr verbreitet ist. Also auch dass Professoren ihre Schüler mit zum Gick nehmen und so weiter, die man mitspülen dürfen und so weiter. Und dass das aber, also ich hatte das Glück, dass das Menschen mit mir gemacht haben, als ich ganz am Anfang stand und auch dann in den ersten Jahren immer wieder hatte ich Gott sei Dank Menschen, die das, die meine Mentoren waren, Männer. Okay, und dann habe ich eben dieses Mentoring angeboten, da habe ich gemerkt, okay, da gibt es wirklich, gibt es Bedarf. Und dann habe ich aber gemerkt, der nächste Schritt muss sein, dass wir eine Gruppe werden. Weil es gibt so viele Themen, die wir reagieren. Ich habe eigentlich immer wieder über das Gleiche geredet in diesen Sitzungen und dachte ich, wieso eigentlich immer nur mit einer Person, mit einer Frau? Dann haben wir gesagt, okay, wir sind jetzt eine Gruppe von Frauen und da gab es wirklich wahnsinnig berührende Gespräche und einen wunderbaren Austausch. Und im Laufe dieser Gespräche sind wir drauf gekommen, wir müssen die Männer mit ins Boot holen. Das ist jetzt keine neue Erkenntnis. Aber es ist uns einfach durchs Tun nochmal wirklich noch bewusster geworden, wie wichtig das ist. Und dann haben wir als Gruppe, also die ursprüngliche Frauengruppe, entschieden, wir im nächsten Semester, wir öffnen diese Gespräche für alle. Und dann war es tatsächlich so, dass wir bei manchen der Sitzungen mehr Männer in der Gruppe hatten als Frauen. Was toll ist, und ich habe auch wirklich gemerkt, dass die jungen Männer in diese Sitzungen kamen erstmal alle sehr, sehr still waren und sich sehr bedeckt gehalten haben, weil die auch sehr, ich will nicht sagen, eingeschüchtert waren, aber die wussten gar nicht, wie kann ich jetzt hier beitragen, zu dieser außer Zuhören. Zuhören ist schon mal sehr wichtig, aber wir wollen ja nicht nur, dass die eine Hälfte da sitzt und zuhört und die anderen reden. Das wollen wir ja auch nicht. Und wirklich diesen, ich sehe meine Aufgabe jetzt mit diesen Empowerment Sessions darin, dass ich helfe, einen Raum zu öffnen, damit Menschen miteinander über dieses Thema in Gespräch kommen. Damit wir eine Sprache finden, über die weiteren verständigen können. And that we sagen, this thema is uns wichtig, and we reden darüber. The Frauen wollen wissen, wie es den Männern mit diesem Thema geht. And natürlich umgekehrt. Und dass es nicht anklagend ist, dass es nicht maßregelnd ist, sondern dass ein Austausch, ein gegenseitiges Verstehen zustande kommt. Und das ist natürlich jetzt ein Szenario, in dem lauter willige, interessierte, offene Menschen aufeinander zugehen. Das ist natürlich ideal, besser kann man es gar nicht haben. Aber wir müssen auch Szenarien schaffen, in denen Menschen, die sich diesem Thema eigentlich nicht stellen möchten, oder die Menschen, die da wieder das Thema negieren.
SPEAKER_02Also ich höre ganz oft Sätze wie, ja, das spielt doch bei uns jetzt alles keine Rolle mehr. Oder ich mache da eh keinen Unterschied. Und ich sage dann auch immer, dass wenn das zutrifft, dann ist das ganz toll. Aber es gibt einfach Leute, die in einer Realität leben, in der ein Unterschied gemacht wird und man kann ihnen ja nicht absprechen, dass das für sie so ist oder so tun, als würden die sich das gerade ausdenken und dann ist ja zumindest zuhören das Beste, was man machen kann. Aber es gibt einfach, es gibt tatsächlich viele Menschen, die sich dem Thema völlig verweigern.
SPEAKER_00Ja, das ist sehr schade und also ich bin auch gerade dabei, mit einer Diversity-Expertin auch ein Format zu entwickeln, mit dem wir an verschiedene Musikhochschulen und Institutionen gehen möchten. In diesem Workshop-Format möchten wir wirklich Unterstützung geben, auch für die Lehrenden. Für die Lehrenden, die ja größtenteils aus einer ganz anderen Generation entstammen. Ich selber ja auch, ich bin 52, bin 30 Jahre älter als die Studierenden. Und insofern habe ich da auch viel zu lernen, was deren Realität betrifft heute. Und ich wünsche mir so eine Art Bindeglied da auch, also Bindeglied-Funktion einzunehmen und wirklich Unterstützung zu bieten für diese Generation von Männern, die eigentlich, also die meisten denke ich mal, die wollen alles richtig machen und wollen alles gut machen. Es ist halt nur manchmal nicht das Bewusstsein da für das, was okay ist und was nicht. Ich weiß, mir fällt jetzt leider keine elegantere Formulierung ein dafür.
SPEAKER_02Ich glaube, das ist klar, was du meinst. Viele Männer in so einem rein männlich besetzten Kollegium tauschen sich ja dann auch gar nicht wirklich dazu aus, weil sie auch, selbst wenn sie gerne würden, gar nicht wissen, wie. Und das ist auch total okay, aber eben das Beste, was man dann machen kann, ist Räume dafür anzubieten. Und natürlich, nicht alle werden das nutzen. Man kann schwer jemanden zwingen, sich Gedanken über was zu machen, weil das einfach in der Person drinnen stattfindet. Aber ich glaube, ein Großteil der Leute wäre bereit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, weil natürlich der Bedarf auch gesehen wird. Und ich glaube auch, die Generation von Studierenden, die wiederum jetzt gerade an den Hochschulen, an den Jazzabteilungen ist, die sind einfach in dem Thema schon viel mehr drin, auch viel mehr, als ich das in meinem Studium war. Ich habe auch im Nachhinein erst festgestellt, wie viele Situationen ich auch weggelächelt habe oder wo ich mir dachte, das war jetzt komisch, aber wo ich gar nicht wusste, ob man das dann sagen kann oder ob man seinen Lehrer überhaupt kritisieren oder in Frage stellen kann. Und was eigentlich diese ganzen Sachen, jenseits von Musikmachen, überhaupt mit mir machen und was das soll. Und bei mir war da oft ganz viel Irritation da, die ich erst Jahre nach meinem Studium überhaupt für mich so ein bisschen klarer sehen konnte. Und ich merke auch in Gesprächen, die ich heutzutage mit Studierenden an Hochschulen habe, dass da schon ein ganz anderes Bewusstsein dafür da ist. Und das ist wichtig. Und die tragen das dann natürlich auch eher an ihre Lehrkräfte heran. Wobei das immer noch nie einfach den eigenen Lehrer, den man ja, oder die Lehrerinnen, die man ja sehr respektiert, zu kritisieren und auch gerade auf so ein Thema anzusprechen. Deswegen braucht es dann auch manchmal Mittelsleute oder Awareness-Teams, die dann dafür sorgen, dass die Kommunikation irgendwie im richtigen Raum stattfindet. Aber alleine, dass du als Professorin einer Hochschule bist und dass du das Thema auch behandelst, tut schon so viel für die ganze Szene, weil das kriegen ja auch Leute außerhalb von Essen mit. Und viele wissen, dass du neben deiner Tätigkeit als Musikerin und Bandleaderin und Komponistin, dass du das auch zum Thema für dich irgendwie erkoren hast und da bedarf siehst. Und das alleine ist ja schon was, was eine sehr, sehr große Strahlkraft in die Szene hast. Und ich weiß auch, dass da, also ich persönlich bin ja da sehr dankbar dafür, auch als Musikerin in Deutschland, in der Jazz-Szene. Und ich weiß, dass viele andere Frauen und auch Männer das auch sind, weil man einfach, wir können nur alle gemeinsam irgendwie einen Weg finden, um uns dem Thema anzunehmen. Und dafür braucht man aber trotzdem irgendwen, der da mit den Startpunkt sozusagen setzt. Und ich glaube, dass das sehr viel Anklang fände, an Hochschulen auch jemanden wie dich dann einzuladen oder auch ein Team, das du dann mit dabei hast und einfach über das Thema zu sprechen, weil einfach Geschlecht ist genauso wie Herkunft und Aussehen und andere Dinge immer noch eine Kategorie und irgendwie eine soziale Kategorie, in der wir einfach in unserem Alltag als Menschen Unterschiede machen, ob das jetzt bewusst ist oder unbewusst, aber wir müssen uns damit auseinandersetzen, dass man nicht einfach sagen kann, das ist jetzt alles gleich und mir macht es nichts aus, weil es einfach nicht der Realität entspricht.
SPEAKER_00Aber für mich nach und nach zu erkennen, wie sehr es mich doch geprägt hat, eine Frau zu sein und in dieser Männerszene zu sein. So lange war mir das nicht bewusst. And also eigentlich der Wunsch, warum ich nach außen gehe damit, that has the one the ground, that is for me heiling. Darüber to spread early to say, and in an austaush with other men to get and with other frozen to get, tut mir unheimlich good. And I sehe that ich damit auch etwas Gutes tun kann, nämlich nicht nur mir selber. And when Kitschig ausdrücken möchte, seit sich mein Herz öffnet. It is tatsächlich so, dass ich mein Herz entspannter geworden. Ich kann die Musik ganz anders genießen. Ich kann viel tiefer in meine Musik eintauchen und can viel kreativer sein und kann das, was ich doch einfach viel mehr genießen und viel lockerer tun. And this entwicklung wünsche ich mir für alle. Weil das hat persönliche Gründe, aber es hat auch den Wunsch, Jazz, die we all so lieben, die auf Freiheit and Expressivität and Individualität beruht, dass es mich einfach bewegt, weil ich sehen möchte, was kann sich da noch entwickeln. Ich habe halt selber irgendwann gemerkt, when ich in dieser Sozialisierung bleibe, die ich kenne, dass liebe Brave Mädel sein, so wie ich gut in der Steiermark erzogen worden bin, wie das einfach so ist. Nicht auffallen, kein Stress machen, immer schön lieb sein, immer schön don't rock the boat, so to say as I as Künstlerin more and more entwicked have gemerkt, what me therezogen was and that I as künstlerin here do, this spirit of jazz took to bring, to verkörper, to live and give, widers spricht of so a fundamental art and the brave Mädel can not off the burning stay and the sauce.
SPEAKER_02Ich glaube auf deiner Homepage stand das auch, dass du auf der Suche bist nach Abenteuer und Authentizität. Ich finde das fasst das auch ganz gut zusammen, weil Abenteuer ist ja auch was, was man dann wiederum vielleicht mit Mut verbindet und die Authentizität mit dem Herz. Und das Abenteuer und Authentizität war wahrscheinlich eine sehr gute Jobbeschreibung, wenn man so mit Schlagworten versuchen würde, Leute auf der Straße dazu zu bewegen, Jazzmusiker mitzuhören. Suchen Sie nach Abenteuer und Authentizität. Spielen wir nicht. Das passt das ganz gut zusammen, finde ich. Und ja, ich habe es jetzt schon, also ich habe es schon gesagt, aber auf jeden Fall hast du da, bin ich mir sicher, für viele Leute eine sehr große Vorbildfunktion, in dem, was du machst. Und das ist sehr wichtig, was du machst und das ist gut und das wird gesehen. Insofern bist du als Person quasi schon ein, also du sorgst schon für das Thema, für das Bewusstsein, für das Thema Awareness, in dem du einfach quasi du selbst bist. So in deiner Authentizität ist das, überträgt sich das ja schon auf deine Umwelt sozusagen. Ein sehr großer Baustein, aber ich fand's auch wichtig und ich find's auch toll, mal eine Musikerin zu Gast zu have, die so offen auch darüber reden und die ja auch sonst offen ihre Erfahrungen damit teilt. But vielleicht zum Abschluss mal nochmal zurück zur Musik und zum Altsaxophon. Du hast schon gesagt, die WDR Big Band hat schon wieder mit den Proben angefangen nach der Sommerpause. Was steht denn sonst bei dir musikalisch in nächster Zeit an? Am 22.09. bist du in Hamburg auf Schloss Agatenburg zu Gast? Hast du mir schon verraten? Der Podcast erscheint auf jeden Fall vorher, deswegen können die lokalen Hörer und Hörerinnen sich das schon mal vormerken. Gibt's was, was du sonst noch weitergeben möchtest?
SPEAKER_00Wir haben eine neue CD schon wieder in der Pipeline, die heißt Speak Your Truth. Also, wenn man von Authentizität spricht, Speak Your Truth ist unser Motto. Das ist eine Trio-CD mit Dory and mir und David Friedman am Vibraphon. Und damit werden wir auch im Herbst jetzt im November dann auf Tour gehen und ja, einfach authentischer werden und mehr Klarheit, mehr Entspanntheit. Das wünsche ich mir. Für mich und für uns.
SPEAKER_02Das ist auf jeden Fall ein schönes Schlusswort. Dann verweise ich natürlich die Hörer und Hörerinnen gerne noch auf deine Homepage. Da findet man auch deine Termine und kann dich sowohl in Quartett- und Trio-Besetzung als auch mit der WDR Big Band hören. Es gibt so eine Videoserie auch gerade, die ich gesehen habe auf Facebook. Da kann man sich auch mal anschauen, was du mit der WDR Big Band so machst.
SPEAKER_00Einfach nur mal. Check den YouTube-Kanal von der WDR BigBand oder Facebook.
SPEAKER_02Genau. Und also hört euch dringend Carolinas Musik an, auch quer durch die ganzen CDs, die sie schon gemacht hat. Wie gesagt, es gibt ja insgesamt 80 Platten, auf denen du mitgespielt hast und zehn eigene unter deinem Namen. Die elfte kommt dann bald, wie du gerade gesagt hast. Ich freue mich sehr, dass du dir Zeit genommen hast heute und dass du bei mir im Podcast zu Gast warst. Und wünsche dir auf jeden Fall alles Gute für alle Projekte in jeder Richtung, die anstehen. Und bedanke mich ganz herzlich. Carolina Strassmeier, vielen Dank. Danke dir, Stefanie. Dir auch alles Gute. Dankeschön. Bis bald. Tschüss.